Web 2.0

Der geistige Vater der Wortschöpfung „Web 2.0“ stammt aus Irland und hat an der Harvard University Klassischen Altertumswissenschaften studiert. Ursprünglich war der Begriff von Tim O’Reilly und seinem Partner Dale Dougherty als Titel einer Konferenzserie erdacht worden, doch bald schon setzte sich das Wort als Synonym für das Zusammenwirken verschiedener Methoden und Werkzeuge im Internet bzw. für eine neue soziale und wirtschaftliche Entwicklung im internationalen Sprachgebrauch durch. Mit einem Fachartikel über das Web 2.0 trug O’Reilly maßgeblich zur Durchsetzung und einheitlichen Wahrnehmung eines veränderten Internet-Paradigmas bei. Er ist mittlerweile Chef seines eigenen Verlages, den er 1978 in den USA gründete und in den Folgejahren auf Platz 4 der Rangliste der Computerbuchverlage führte. Der Begriff „Web 2.0“ bezieht sich weniger auf spezifische Technologien oder Innovationen, sondern primär auf eine veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internets. Die User erstellen und bearbeiten dabei die Inhalte in quantitativem und qualitativem Maße selbst. Typische Beispiele hierfür sind Foto- und Videoportale wie Flickr und YouTube oder soziale Online-Netzwerke wie MySpace, facebook oder studiVZ. Typische Techniken bzw. Internet-Anwendungen sind etwa Abonnementdienste mit RSS/Atom, aber auch Weblogs, Webservices oder Bürgerjournalismus-Internetseiten. Kritiker wie Tim Berners-Lee, der Begründer des World Wide Web, sehen in dem Wort Web 2.0 lediglich einen Jargonausdruck, von dem niemand weiß, was er eigentlich bedeutet. Sie kritisieren unter anderem, dass der Begriff suggeriert, das Internet sei interaktiver geworden – obwohl es schon seit den Anfängen des Internet rege User-Gemeinden gegeben habe.



Varianten

  • Web 2.0
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