Uniquability
Erfolg braucht Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit – gerade auch in der Berufswelt von morgen. Diesen Sachverhalt will das prägnante Kunstwort „Uniquability“ ausdrücken. Es steht für die Mixtur aus Stärken, Talenten und Leidenschaften – Qualitäten also, die zunehmend gefragt sind.
Die Zukunft wird durch komplexe Strukturen auf einem globalen Arbeitsmarkt mit einem hohen Veränderungstempo gekennzeichnet sein. Langfristige Karriereplanungen gehören daher der Vergangenheit an. In den USA geht man inzwischen davon aus, dass ein junger Akademiker in 40 Arbeitsjahren etwa zehnmal den Arbeitgeber wechselt. Dabei wird sich auch das Know-how-Feld mindestens dreimal komplett verändern. Damit verbunden ist ein permanenter Wandel der beruflichen Kompetenzanforderungen.
Die Pioniere der künftigen Arbeitswelt wählen daher den Weg der Uniquability. Markante Persönlichkeits- und Fähigkeitsprofile, die zu den eigenen Werten und Stärken passen, setzen sich zunehmend durch. Ein solches „unternehmerisches Selbst“ kennzeichnet bereits heute etwa ein Fünftel der Beschäftigten. Wie ein Unternehmer in eigener Sache agieren diese Pioniere und sind als Creative Class wichtige Leistungsträger. Ihnen geht es mehr um die Herausforderung als ums Geld. Und sie brauchen andere Arbeitsbedingungen und Betätigungsfelder, auf denen sie ihre Talente für Unternehmen nutzbar machen.
Der Wissensarbeiter von morgen hat die Vorstellung von der Vollzeitlebensanstellung aufgegeben. Die neuen Berufsbiografien sind keine gut geplante Abfolge logisch aufeinander abgestimmter Karriereschritte mehr, sondern eher eine Abenteuerreise mit Unwägbarkeiten, Umwegen, Abstiegen, Neuanfängen, Gefahren, Scheitern und Erfolgen. Noch findet diese stille Revolution vorwiegend in Einzelbiografien und gesellschaftlichen Nischen statt. Es ist aber davon auszugehen, dass bereits rund 15 bis 20 % der Erwerbstätigen in Deutschland echte „Kreativarbeiter“ sind – Tendenz steigend.

