Im vergangenen Jahr ist die Kontopfändungsschutzreform in Kraft getreten. Sie brachte angesichts der gewachsenen Bedeutung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs einen kompletten Systemwechsel und viele Neuerungen mit sich.
Insbesondere wurde das so genannte Pfändungsschutzkonto (P-Konto) eingeführt. Wird ein normales Girokonto in ein P-Konto umgewandelt, ist auf diesem nun ein Guthaben in Höhe des monatlichen Freibetrages automatisch geschützt. Hier kommt nun das Buch von Lutz G. Sudergat zur rechten Zeit. Es bietet eine umfassende und praxisnahe Darstellung des allgemeinen Kontopfändungsrechts sowie der Besonderheiten des P-Kontos, primär aus Sicht der Drittschuldnerbearbeitung. Die Darstellung erfolgt dabei jeweils im Kontext der aktuellen Rechtsprechung und Literatur, ist aber nicht rein wissenschaftlich und keineswegs „trocken“. Es sieht sich vielmehr als Arbeitshilfe – zahlreiche kleine Beispielsfälle sowie Musterformulare im Anhang unterstreichen die besondere Praxisnähe des Buches. Es ist daher jedem zu empfehlen, der sich vertieft in das Thema des Kontopfändungsrechts einarbeiten möchte oder aber für die tägliche Praxis – sei es als Bankmitarbeiter, sei es als Rechtsanwalt oder Schuldnerberater – ein aktuelles und umfassendes Nachschlagewerk zum Thema Kontopfändungsrecht benötigt.
Dr. Andreas von Oppen
Sudergat, Lutz G.: Kontopfändung und P-Konto – Voraussetzungen, Rechtsfolgen, Drittschuldnerbearbeitung, RWS Verlag, Köln 2010, 362 S., 54 €, ISBN 978-3-8145-0365-3
