Der Informationscrash
Zufall oder Notwendigkeit? Die Bücher zum Thema „Informations(un)kultur“ häufen sich. Und nun Max Otte. Wieder Max Otte, müsste man eigentlich sagen.
Zufall oder Notwendigkeit? Die Bücher zum Thema „Informations(un)kultur“ häufen sich. Und nun Max Otte. Wieder Max Otte, müsste man eigentlich sagen. Hat der vielseitige Professor doch mit „Der Crash kommt“ erst unlängst bewiesen, dass er mit Weitblick, Wucht, Substanz und beachtlichem Durchhaltevermögen den Finger in offene Wunden legen kann. Zu Recht, wie die Entwicklung gezeigt hat. In seinem neuen, nicht gerade für sensible Naturen geschriebenen Werk, legt er in acht Kapiteln die vielseitigen Mechanismen der ganz alltäglichen Desinformation offen. Sukzessive erklärt Otte an zahlreichen Beispielen, warum die seiner Meinung nach zum Alltagsritual gewordene Desinformation von allen Seiten in den gesamtgesellschaftlichen Kollaps führen kann. Und in einem Nachwort gibt er Hilfen zur Rückgewinnung der Informationssouveränität. Ottes abschließender Rat: Bei allen Informationen stets die klassische Frage stellen: cui bono? – Wem nützt es?
Hartmut Volk
Otte, Max, Der Informationscrash Econ Verlag, Berlin 2009, 315 S., 19,90 €, ISBN 978-3-430-20078-3

