EZB
Wachsende Risiken für die Stabilität in der Euro-Zone

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor wachsenden Risiken für die Stabilität des Finanzsystems in der Euro-Zone gewarnt. Die Notenbank wies Medienberichten zufolge in ihrem halbjährlichen Stabilitätsbericht darauf hin, dass es aufgrund der unsicheren Wirtschaftsperspektiven bereits zu Schwankungen an den Finanzmärkten gekommen sei. Es sei nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Kursrückgängen an den Börsen kommt, falls sich die Konjunktur stärker als erwartet eintrüben sollte.

Die Währungshüter zeigten sich zudem besorgt über die hohen Schuldenstände und Haushaltsdefizite in einigen Ländern der Euro-Zone. Sie warnten den Berichten zufolge davor, dass sich bei einer Abkühlung der Wirtschaft die Finanzierungskosten für manche Länder erhöhen könnten. Dies könne Befürchtungen hinsichtlich der Tragfähigkeit der Schulden auslösen. Italien droht wegen der steigenden Staatsverschuldung inzwischen ein Strafverfahren der EU.

Die Euro-Wächter sehen den Angaben zufolge auch die anhaltend niedrige Ertragskraft der Banken kritisch. Ein großer Anteil der Geldhäuser werde nicht in der Lage sein, die Renditeanforderungen der Investoren zu erfüllen. Im Blick hätte die Währungshüter zudem die steigenden Wohnimmobilienpreise in einigen Ländern. Hier gebe es Anzeichen einer leichten Überbewertung. Die Notenbank könne nötigenfalls Banken dazu auffordern, mehr Kapital vorzuhalten – zusätzlich zu den nationalen Vorsorgemaßnahmen der einzelnen Länder. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
31.05.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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