Aus Bremer Kreditbank und Oldenburgische wird OLB
Verschmelzung und Personalkarussell

Rund 14 Monate, nachdem die Bremer Kreditbank ihren Kauf der wesentlich größeren OLB verkündet hat, gaben BKB und die Oldenburgische Landesbank nun ihre Verschmelzung bekannt. Sie treten gemeinsam künftig unter der Marke OLB auf. Zur Marke gehört aber ein weiterer Name, denn auch die Firmierung Bankhaus Neelmeyer bleibt in der Öffentlichkeit. Dieses Haus hatte die BKB schon 2016 erworben. Hinter der BKB stehen finanzkräftige Investoren. Als Gesellschafter gibt die Bank das amerikanische PE-Unternehmen Apollo GM an, dazu den britischen Investor Grovepoint Capital sowie einen Pensionsfonds texanischer Lehrer (TRS).

Die Konzentration gelte künftig vier Kernfeldern, heißt es in einer Pressemitteilung der Bank: Firmen- und Unternehmenskunden, Spezialfinanzierungen, Privat- und Geschäftskunden sowie Private Banking / Wealth Management, diese Segmente spiegelten die bisherigen Geschäftsmodelle der einzelnen Häuser wider. Vorbereitende Maßnahmen für die Verschmelzung wie eine gemeinsame technische Plattform seien bereits weit fortgeschritten, die BaFin sei informiert, nur die Eintragung ins Handelsregister als formaler Schritt stehe noch aus. 

„Die Bank geht mit der dynamischen Veränderung des Marktes mit und wird nachhaltig rentabler“, sagt Axel Bartsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der OLB. Diesen Posten wird Bartsch aber nicht mehr lange ausüben: Der derzeitige Vorstandsvorsitzende der BKB wird zum Vorstandsvorsitzenden der neuen OLB ernannt, deshalb will der 63-Jährige seinen Sitz im Aufsichtsrat niederlegen.

Die für die Bremer und Oldenburger nachrichtenreiche Woche war zunächst am Montag damit eröffnet worden, dass der seit 2015 agierende OLB-Vorstandschef Patrick Tessmann (58) die Bank zum Monatsende verlassen werde. Nun wurde auch die restliche Besetzung des neuen OLB-Vorstandsteams bekanntgegeben. OLB-Finanzvorstand Karin Katerbau (54) soll weiterhin die Bereiche Finanzen & Controlling sowie Organisation verantworten, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und zuständig für das Private Banking und das Retailgeschäft wird Dr. Wolfgang Klein (54), ehemals Vorstand der österreichischen Bawag P.S.K. und der Deutschen Postbank. Jens Rammenzweig (48), derzeit Vorstandsmitglied der BKB, soll im OLB-Vorstand für die Bereiche Risikomanagement und Informationstechnologie zuständig sein. Um das Firmenkundengeschäft kümmert sich Hilger Koenig (51), Vertriebsvorstand der OLB. Axel Bartsch sieht sein neues Team damit gut für eine erfolgreiche Zukunft aufgestellt. Wie Bartsch selbst will auch Jens Rammenzweig sein Mandat im OLB-Aufsichtsrat niederlegen, um seine neue Funktion übernehmen zu können. Die Verschmelzung führt zu weiteren Änderungen im Aufsichtsrat, die gegenwärtigen Vertreter der Anteilseigner aus dem BKB-Aufsichtsrat werden als Anteilseignervertreter in den OLB-Aufsichtsrat entsendet.

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
16.08.2018
Autor/in 
Anja U. Kraus
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