FEA begrüsst Bundestags-Entscheidung
Starre Frauenquote kontraproduktiv

Der Berufsverband für Aufsichtsräte in Deutschland begrüßt die Entscheidung des Bundestags, keine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsgremien festzulegen. Für die Financial Experts Association wäre die Quote von 20 % weiblicher Aufsichtsräte ab dem Jahr 2018 ein „drastischer Eingriff in die Eigentumsrechte“, der nicht zu rechtfertigen sei. Offenbar habe aber die seit dem vergangenen Jahr intensiv geführte Diskussion um eine gesetzliche Frauenquote die erheblich wichtigere Frage nach Vielfalt und Kompetenz deutlich vorangebracht – und so auch zu einem höheren Frauenanteil in Aufsichtsgremien beigetragen. In den aktuellen Besetzungsentscheidungen für Aufsichtsräte hätten Aspekte der Vielfalt, wie Internationalität, spezifische Kompetenz- oder Persönlichkeitsprofile, an Bedeutung gewonnen. Zugleich werde bei den im laufenden Jahr neu zu besetzenden Aufsichtsrats-Positionen deutlich, dass der Anteil der Frauen stark steige. Eine starre Quote hält die FEA allerdings für kontraproduktiv. Reformbedarf bestehe gleichwohl: Nach Überzeugung der FEA sind die Besetzungsprozesse für Aufsichtsräte noch längst nicht ausreichend transparent und professionell geführt. Eine langfristige Besetzungsplanung mit klaren Anforderungsprofilen für die jeweiligen Aufsichtsratspositionen sei entscheidend, um die Diversität und die Eignung der Aufsichtsratsmitglieder zu verbessern.

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Artikel veröffentlicht am:
01.07.2013
Erschienen in Ausgabe:
05/2013
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