Anlageberatung und Vermögensverwaltung
Private Geldanlagen lassen sich vollständig digitalisieren
 

Wie ist es um die Digitalisierung der Geldanlage privater Anleger bestellt? Unser Autor zeigt auf, dass insbesondere für die Risikoprofilierung, das Onboarding der Anleger und die ereignisbasierte Portfolioänderung großes Digitalisierungspotenzial besteht. Vor allem die Risikoprofilierung profitiert dabei vom Einsatz künstlicher Intelligenz.

Eine vollständige Digitalisierung der Geldanlageberatung und der Vermögensverwaltung für private Kapitalanleger verwandelt diesen Vorgang in eine reine Ausführung von Software. Deren Eigenschaft ist es, variable Kosten von nahezu Null aufzuweisen. In der Konsequenz werden die Unterschiede zwischen mehr oder weniger vermögenden Anlegern deutlich geringer, weil die Investitionen in komplexere Software für anspruchsvollere Kundengruppen Fixkosten darstellen, die Ausführung der danach vorhandenen Software auch für weniger anspruchsvolle Kundengruppen aber keine zusätzlichen Kosten verursacht. 

Wie ist also der Stand der Digitalisierung dieses Vorgangs 2017 in Deutschland? Der Blick fällt zuerst auf die überall entstehenden Robo Advisors, die pilzartig aus dem Boden schießen. Mit unterschiedlichen Motiven: Frühen FinTech Advisors lässt sich durchaus unterstellen, dass ein nicht unbedeutendes Anliegen darin bestand und noch besteht, gewissen anlegerunfreundlichen Verwerfungen der Beratungspraxis z. B. in Bankfilialen etwas Neues aus der Digitalwelt gegenüberzustellen. Eine kostengünstige Alternative also zu den provisionsgetriebenen Angeboten aus der Vergangenheit. Und der Kostenvorteil entstand dabei nicht nur aus der reinen Automatisierung von Prozessen, sondern auch aus einem Shift im Selbstverständnis und einem daraus erwachsenden Geschäftsmodell: von der Provision zum Beratungshonorar bzw. der Verwaltungsgebühr. Natürlich fordert die Onlinewelt auch mehr Transparenz, sodass sich Kosten nur mehr schwer verstecken lassen – also gehen die neuen Anbieter offen mit ihnen um und sind somit kundenorientierter. Die Motive der Nachzügler mögen andere sein, z. B. das angestammte Geschäft den neuen Playern nicht unbestritten allein zu überlassen oder bei diesem offensichtlichen Wachstumsmodell auf jeden Fall dabei zu sein. Eins aber eint die Anbieter von Robo Advice: Sie müssen sich aktiv mit der Digitalisierung ihres Geschäfts auseinandersetzen. Für FinTechs keine Schwierigkeit, sollte man meinen, eher noch für die Nachzügler aus der Bankenwelt. 

 (...)

 

 

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Fachzeitschrift "die Bank"

01/2018

. Die Ausgabe kann im Abo oder einzeln bezogen werden. Zusätzlich kann auch dieser Artikel einzeln bezogen werden.
 Diese Ausgabe kaufen
 Den vollständigen Artikel jetzt online kaufen
Kontakt  
Diesen Artikel ...  
Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
15.01.2018
Erschienen in Ausgabe:

01/2018

 Diese Ausgabe kaufen
 Diesen Artikel kaufen
Quelle(n):
Bildquelle: ©mastaka / iStockphoto.com
Autor/in 
Thomas Bahlinger

Weitere interessante Artikel 
Artikel abonnieren 
die bank | Newsfeed
Newsletter

die bank | Newsletter

Abonnieren Sie den kostenlosen redaktionellen Newsletter der Fachzeitschrift „die bank“.
Der Newsletter erscheint mindestens einmal im Monat und informiert Sie über aktuelle Beiträge und News.

 Anmeldung

 Newsletter-Archiv