Scholz‘ Vorstoß zur Vollendung der EU-Bankenunion
Peters spricht von „Schritt in die richtige Richtung“

Bankenpräsident Hans-Walter Peters hat den Vorstoß von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zur Vollendung der EU-Bankenunion begrüßt. „Es ist erfreulich, dass in die Diskussion um eine Vertiefung des europäischen Finanzbinnenmarkts Bewegung kommt“, erklärte Peters. „Dass sich das Bundesfinanzministerium von dem bisherigen Vorschlag der Europäischen Kommission zur Vergemeinschaftung der Einlagensicherungssysteme löst, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Europäische Kommission sollte ihm folgen.“

Peters fügte hinzu, dass ein europäischer Finanzbinnenmarkt jedoch mehr brauche als die Vollendung der Bankenunion. Dazu gehörten auch eine Europäische Kapitalmarktunion sowie mehr gemeinsame Regeln und Rechtsetzungen für Banken. „Nur so können wir den europäischen Bankenmarkt voranzubringen. Bundesfinanzminister Scholz hat diese Punkte zu Recht angesprochen“, so Peters. 

Scholz hatte zuvor mitgeteilt, dass er die begrenzte Übernahme von Verlusten durch ein europäisches System zur Absicherung von Kundengeldern nicht mehr ausschließt. Eine verbesserte Bankenunion „sollte eine Form eines gemeinsamen europäischen Einlagensicherungsmechanismus beinhalten“, forderte der Minister in einem Gastbeitrag für die „Financial Times“. Scholz knüpfte dies allerdings an zahlreiche Bedingungen. Notwendig sei vor allem eine deutliche Reduzierung fauler Bankkredite in anderen EU-Mitgliedsländern. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
06.11.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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