Deutscher Mittelstand
Offen für alternative Finanzierungsquellen

Die Nachfrage nach Alternativen zum klassischen Bankkredit ist im deutschen Mittelstand hoch. Die Mehrheit ist an zusätzlichen, neuen Finanzierungsmöglichkeiten interessiert und rund die Hälfte ist sogar aktiv auf der Suche. Dies ergab eine Umfrage der Online-Finanzierungsplattform Finnet.com, bei der Führungskräfte von mehr als 50 Unternehmen befragt wurden. Wenig überraschend ist, dass rund 78 Prozent aller Befragten angaben, innerhalb der letzten fünf Jahre Fremdkapital aufgenommen  zu haben. Mit rund 90 Prozent ist der klassische Bankkredit zwar noch die dominierende Finanzierungsform, allerdings steigt die Suche nach alternativen Finanzierungsquellen. „Der Bankkredit allein befriedigt den Kapitalbedarf und die geänderten Bedürfnisse zahlreicher Mittelständler nicht mehr“, erklärt Joerg Bartussek, Mitgründer von Finnest.com. Ein Hauptgrund dafür: Etablierte Unternehmen empfinden die Abhängigkeit von den Banken inzwischen als zu groß.

Zu den alternativen Finanzierungsquellen zählen beispielsweise Online-Finanzierungen. Sie würden nicht nur die Bilanzstruktur stärken, sondern zusätzliche Vorteile bieten, die ein Bankkredit nicht leisten könne, kommentiert Bartussek. Dieser Meinung ist auch die Mehrheit der befragten Unternehmer: 78 Prozent der deutschen Mittelständler erkennen in Online-Finanzierungen wirksame Marketing-Effekte. Allerdings fehlt es den Unternehmen hierbei noch an Erfahrungswerten. 22 Prozent geben an, nicht zu wissen, wie ihr Unternehmen Online-Finanzierungen auch zu Marketing-Zwecken nutzen kann. Es sei vergleichbar mit der Entwicklung des Online-Bankings, betont Finnest.com  Co-Gründer Günther Lindenlaub. „Zuerst waren die Leute skeptisch. Heute kann man sich eine Welt ohne Online-Banking gar nicht mehr vorstellen.“

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
12.04.2017
Autor/in 
Redaktion die bank
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