FDP gegen Finanztransaktionssteuer
Nur die Kleinen müssten zahlen

Negative Auswirkungen auf Kleinanleger, Realwirtschaft und Altersvorsorge ließen sich nicht vermeiden, deshalb fordert die FDP-Fraktion im Bundestag von der Regierung, auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zu verzichten. Schon die Großprojekte europäische bzw. globale Finanztransaktionssteuer seien gescheitert, und bis heute hätten sich die beteiligten EU-Mitgliedstaaten nicht auf einem wirklichen Kompromiss zu dieser Steuer einigen können, berichtet der Informationsdienst „heute im bundestag“ (hib 752). 

Es gebe jetzt zwar noch den gemeinsamen Vorschlag von Deutschland und Frankreich für eine reine Aktiensteuer. Aber dieser ist nach Ansicht der FDP-Fraktion nicht geeignet, um die „Finanzinstitute mit einem angemessenen und substanziellen Beitrag an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen". Somit bleibe die Finanztransaktionssteuer ökonomisch ein verfehlter Ansatz. Die Last dieser Steuer müsse von Kleinanlegern oder Sparern getragen werden, während professionelle Händler sich etwa in Derivate retten und so die Steuer umgehen könnten. 

Die deutsch-französische Aktiensteuer in Höhe von mindestens 0,2 Prozent würde nur erhoben, wenn die gehandelten Aktien von Unternehmen stammen, die ihren Sitz im Gebiet der verstärkten Zusammenarbeit der EU haben und die Unternehmen eine Marktkapitalisierung mehr als eine Milliarde Euro aufweisen, informiert hib weiter. (kra) 

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Artikel veröffentlicht am:
03.07.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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