Digitales Zentralbankgeld
Notenbanken in der Pflicht

Die Bundesregierung erkennt zwar einen grundsätzlichen Bedarf an digitalem Geld, sieht aber die Notenbanken in der Pflicht, sich verstärkt mit den Auswirkungen und dem Nutzen von digitalem Zentralbankgeld auseinanderzusetzen. Das berichtet der Informationsdienst „heute im bundestag“ (Nr. 780) über eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Digitales Zentralbankgeld werfe noch zahlreiche Fragen auf, so die Bundesregierung, etwa im Hinblick auf die Finanzstabilität. Mit digitalem Zentralbankgeld bestünde eine zusätzliche, liquide und sichere Anlagealternative zu Bankeinlagen. "Eine 'Flucht in Sicherheit' oder ein digitaler Bank Run könnte schneller und in stärkerem Umfang stattfinden, was destabilisierende Effekte birgt", warnt die Bundesregierung in ihrer Antwort.

Das Marktpotenzial von Stablecoins einzuschätzen, sei jedoch schwer, zitiert hib. Die Bundesregierung berufe sich auf Beispiele etwa aus China, wonach digitale Zahlungssysteme eine hohe Marktdurchdringung erreichen können. "Allerdings entwickeln sich auch bestehende Zahlungsverkehrsinfrastrukturen dynamisch weiter, etwa durch die jüngst vom Eurosystem bereitgestellte Abwicklungsinfrastruktur TARGET Instant Payments Settlement (TIPS)", führt die Regierung in ihrer Antwort aus. (kra) 

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Artikel veröffentlicht am:
15.07.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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Ausgabe 06/2019

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