Kaufen statt Mieten lohnt sich wieder
Kreditbelastungen mit deutlichem Rückgang

Die eigene Immobilie ist heute so erschwinglich wie noch nie in den vergangenen 25 Jahren. Der Hauptgrund dafür sind die die niedrigen Zinsen. So haben sich die Aufwände für Zins und Tilgung zwischen 1991 und 2015 mehr als halbiert – trotz der vielerorts stark gestiegenen Immobilienpreise (siehe Grafik). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts Empirica im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die Rückgänge der Kreditbelastungen liegen bei Eigentumswohnungen zwischen 43 und 78 Prozent und bei Eigenheimen bei knapp 60 Prozent. Anders als die Kreditbelastung ist die Mietbelastung im Bundesdurchschnitt weitegehend stabil geblieben, obwohl die Mietkosten im Untersuchungszeitraum um 54 Prozent gestiegen sind. Allerdings haben sich die Nettoeinkommen mit einer Steigerung von 56 Prozent nahezu parallel entwickelt und gleichen die gestiegenen Mieten somit aus.

Vielerorts ist Kaufen mittlerweile günstiger als Mieten. Bei Eigentumswohnungen liegt die Kreditbelastung im Durchschnitt unter der Mietbelastung. Das heißt, für einen Haushalt mit mittleren Einkommen ist es in den meisten Städten günstiger, eine Wohnung zu kaufen als zur Miete zu wohnen. „Die teilweise stark gestiegenen Immobilienpreise vermitteln den Eindruck, dass es in der Vergangenheit günstiger war, eine Immobilie zu erwerben als heute. Die Studie belegt: das Gegenteil ist der Fall – zumindest für Durchschnittsverdiener“, sagt Reiner Braun, Vorstandsmitglied der Empirica AG. Doch trotz der günstigen Rahmenbedingungen liegt Deutschland bei der Wohneigentumsquote im europäischen Vergleich seit Jahren auf den hinteren Plätzen. Denn besonders junge Familien haben es mangels Eigenkapital hierzulande schwer, einen Baukredit zu erhalten.

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
29.08.2017
Quelle(n):
Grafik: Bausparkasse Schwäbisch Hall
Autor/in 
Redaktion die bank
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