Privatisierung abgeschlossen
HSH bekommt auch einen neuen Namen

Seit dem heutigen Mittwoch ist die HSH Nordbank die erste privatisierte Landesbank in Deutschland – der Ende Februar geschlossene Vertrag über den Erwerb aller mittelbar gehaltenen Aktien wurde nun vollzogen, gleichzeitig haben die Anteilseigner die restlichen 5,1 Prozent übernommen und halten nun alle Aktien an der HSH Nordbank AG. Die Besitzer der Bank sind damit Cerberus Capital Management, J. C. Flowers & Co., GoldenTree Asset Management, Centaurus Capital LP und die BAWAG bzw. von diesen initiierte Fonds. 

Der Wechsel von öffentlichen zu privaten Eignern markiere den Beginn einer neuen Zeitrechnung für die Bank, sagte der Vorstandsvorsitzender Stefan Ermisch, der zugleich den bisherigen Anteilseignern – den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein – dafür dankte, dass sie den Verkauf professionell und zielstrebig vorangetrieben hätten. Ermisch weiter: „Wir konzentrieren uns jetzt mit aller Kraft auf die neue Ära. Wir werden eine mittelständische Geschäftsbank aus Hamburg für Deutschland mit ausgeprägter Kundenorientierung und sind bereit für einen Neuanfang.“ 

Mit dem Übergang an private Eigentümer endet die Mitgliedschaft der HSH Nordbank im Deutschen Sparkassen- und Giroverband, und die HSH scheidet aus allen Gremien und Arbeitskreisen des DSGV aus. Die Mitgliedschaft der Bank im Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe und in der Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen besteht allerdings für eine Übergangszeit bis zum Jahresende 2021 fort. Danach soll die HSH in die Einlagensicherung des Bankenverbands (BdB) wechseln. Damit dies nahtlos geschehen kann, gibt es für die Bank aber noch eine Reihe von Aufgaben zu bewältigen. Bis Ende 2021 muss die Eigenkapitalrendite vor Steuern mindestens acht Prozent und die harte Kernkapitalquote 15 Prozent oder mehr betragen. Die Cost-Income-Ratio soll unter 40 Prozent bleiben. Um wirtschaftlicher zu arbeiten, werde die Bank künftig ihre zentralen Geschäftsbereiche mit einem schärferen Fokus und effizienterem Einsatz ihrer Ressourcen betreiben, erläuterte Ermisch. 

Der Eigentümerwechsel bringt noch weitere Änderungen mit sich. Mit dem spanischen Banker Juan Rodriguez Inciarte, der unter anderem bei der Grupo Santander tätig war, steht ein neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats in den Startlöchern. Außerdem wird der Name HSH Nordbank aus der Öffentlichkeit verschwinden: Voraussichtlich ab Februar 2019 firmiert die Bank dann als „Hamburg Commercial Bank AG“. (kra)

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Artikel veröffentlicht am:
28.11.2018
Autor/in 
Redaktion die bank
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