Milliardenkosten infolge des Konzernumbaus
Hohe Verluste bei der Deutschen Bank

Der Konzernumbau hat bei der Deutschen Bank im dritten Quartal zu einem deutlichen Einbruch der Erträge geführt. Als Folge der Restrukturierungsmaßnahmen verbuchte das Institut im dritten Quartal 2019 einen Verlust nach Steuern in Höhe von 832 Mio. Euro und einen Verlust vor Steuern von 687 Mio. Euro, teilte das Geldhaus am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Dazu hätten auch Bewertungsanpassungen bei latenten Steueransprüchen von 380 Mio. Euro beigetragen, die im Zuge der Umsetzung der Strategie eingeplant worden seien. Die Kernbank, die alle Bereiche außer der Abbaueinheit umfasst, habe dagegen vor Steuern einen Gewinn von 353 Mio. Euro ausgewiesen, hieß es.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, erklärte: „Obwohl wir die umfassendste Restrukturierung unserer Bank seit zwei Jahrzehnten auf den Weg gebracht haben, haben wir im dritten Quartal in unseren vier Kerngeschäftsbereichen Gewinne erzielt. Wir konnten das Kreditvolumen und das verwaltete Vermögen steigern.“ Die Transformation sei in vollem Gang, mit spürbaren Fortschritten auf der Kostenseite und beim Risikoabbau. „Eine harte Kernkapitalquote von 13,4 Prozent unterstreicht unsere Stärke“, so Sewing. 

Die Deutsche Bank muss derzeit den größten Konzernumbau ihrer Geschichte bewältigen. Weltweit werden 18.000 Arbeitsplätze gestrichen. Darüber hinaus wird der verlustbringende Aktienhandel dichtgemacht. Zudem lagerte das Institut rund ein Fünftel seiner Bilanzrisiken in eine interne „Bad Bank“ aus. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
30.10.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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