Verbraucher akzeptieren Vermögensverwaltung im Web
FinTechs drängen weiter vor



Immer mehr Internet-Unternehmen attackieren das Kerngeschäft der Banken und treffen damit bei den Kunden offenbar auf Gesprächsbereitschaft. Viele Verbraucher wären nämlich dazu bereit, für Finanzgeschäfte künftig auf ihre Hausbank zu verzichten. Konkret: jeder fünfte deutsche Internetnutzer ab 14 Jahren kann sich vorstellen, Darlehen oder die Vermögensverwaltung über Finanzdienste von Technologieunternehmen abzuwickeln. Das entspricht zwölf Millionen Bundesbürgern. Die klassischen Filial- und Direktbanken blieben dabei außen vor. Dieses Ergebnis ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.

Die Verbraucher würden dabei für unterschiedliche Bankgeschäfte auf alternative Anbieter im Finanzgeschäft, sogenannte FinTechs, zurückgreifen. Jeder siebte Internetnutzer kann sich vorstellen, einen Kredit über solch einen Anbieter aufzunehmen. Statt von einer Bank würde sich jeder Neunte von alternativen Anbietern über seine persönlichen Finanzen beraten lassen. Und sieben Prozent ließen sogar Internetdienstleister Teile ihres Privatvermögens verwalten. Verbandsexperte Steffen von Blumröder sieht einen Grund dafür in dem Umstand, dass FinTechs häufig intuitivere Anwendungen zur Erledigung von Bankgeschäften anbieten. So können Kontotransaktionen zwischen Privatpersonen direkt über Bezahl-Apps auf dem Smartphone abgewickelt werden oder über Chatfunktionen in Sozialen Netzwerken.

Allerdings will die Mehrheit der Internetnutzer doch nicht so ganz auf die Bank verzichten, wie zwei Drittel der Befragten bestätigten. Zurücklehnen dürften sich die Banken deshalb jedoch nicht, so Blumröder, denn: „Die gesamte Finanzbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel.“

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
03.11.2014
Autor/in 
Redaktion die bank
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