Banking IT-Innovation
Fidor Bank gewinnt Award 2015

Das in FinTechs investierte Kapital soll Studien zufolge bereits 2017 das globale Innovationsbudget der Banken von von 48,4 Mrd. US-$ übersteigen. Analog zu anderen Branchen wie etwa der Pharmaindustrie, wo Biotechnologiefirmen bereits seit vielen Jahren erfolgreich Innovationen entwickeln, entstehen diese auch in der Bankenindustrie immer stärker außerhalb der angestammten Akteure. Aber ähnlich wie in der Pharmaindustrie bilden sich auch in der Finanzindustrie derzeit Kooperationsnetzwerke oder Ökosysteme zwischen den etablierten Banken und Start-up-Unternehmen heraus, die eine vermehrte Adaption der Lösungen bei Banken andeuten. Dies belegen auch die Daten des „Banking IT-Innovation Award“, wonach die eingereichten Lösungen mit Kooperationscharakter allein von 2014 auf 2015 von 44 Prozent auf 60 Prozent zugelegt haben.

Das CC Sourcing vergab im Oktober 2015 zum fünften Mal den „Banking IT-Innovation Award“. Im Rahmen des Business Engineering Forums in Zürich würdigte das CC Sourcing mit diesem Preis innovative Lösungen an der Kunde-Bank-Schnittstelle, die einen hohen Kundennutzen aufweisen und das Potenzial haben, die Bankenindustrie nachhaltig zu verändern. Eine unabhängige Jury der Universitäten Leipzig (Prof. Dr. Rainer Alt), St. Gallen (Prof. Dr. Reinhard Jung) sowie des Business Engineering Institute St. Gallen (Dr. Thomas Puschmann, Thomas Zerndt) zeichnete in diesem Jahr vier Unternehmen aus, darunter – neben drei Start-ups – mit der Fidor Bank auch ein Kreditinstitut.

Die Gewinner
Das „Smart Girokonto“ der Fidor Bank setzt nach Ansicht der Jury eindrucksvoll die fachliche und technische Integration eigener und Drittservices in einem einheitlichen Kundenportal sowie einer App um. Mit der Lösung lassen sich so beispielsweise Echtzeittransaktionen auf Bitcoin-Marktplätzen ausführen.

Mit der Lösung DealMarket gelingt dem gleichnamigen Unternehmen erstmals der Eintritt in einen bislang noch wenig beachteten Bereich von Plattformen für alternative Anlagenlösungen wie etwa Kunstgegenstände, Oldtimer, etc. Die für innerhalb einer Bank konzipierte Lösung ermöglicht es sowohl Kunden selbst nach Anlagemöglichkeiten anderer Kunden zu suchen (C2C) und darin zu investieren, als auch dem Berater Vorschläge für seine Kunden zu identifizieren (B2C).

Organize.me präsentiert mit „Smart Statements“ eine gelungene Lösung, um unstrukturierte mit strukturierten Daten zu verbinden. Damit können Unternehmen Rechnungsinformationen aus Dokumenten automatisch mit den zugehörigen Transaktionsdaten des Kontos verknüpfen und damit etwa Prozesse im Rechnungswesen verbessern.

Traxpay demonstriert mit der gleichnamigen Lösung, wie der Automatisierungsgrad bei Zahlungsprozessen im B2B-Bereich gesteigert werden kann. Gerade bei Unternehmen bereiten Prozesse wie etwa das Stückeln von Zahlungen häufig große Aufwände und lassen sich mit dieser Lösung verbessern.

 

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Artikel veröffentlicht am:
22.10.2015
Autor/in 
Redaktion die bank
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