Stresstest
EZB-Aufsicht sieht Banken für Krisenfall gerüstet

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht die meisten Kreditinstitute im Euroraum insgesamt gut gerüstet für den Fall, dass Kunden in großem Stil Geld von ihren Konten abheben. Die Liquiditätssituation der überwiegenden Mehrheit der Banken sei trotz einiger Schwachstellen insgesamt „komfortabel“, teilten die EZB-Bankenaufseher mit. An dem speziellen Stresstest beteiligten sich 103 Institute, hieß es. Zu einzelnen Kredithäusern wurden keine Angaben gemacht.

Die Aufseher hätten etwa wissen wollen, wie viele Tage Banken im Falle eines Schocks „anhand der verfügbaren Zahlungsmittel und Sicherheiten ohne Zugang zu den Refinanzierungsmärkten ihre Geschäftstätigkeit aufrechterhalten" können. Die Ergebnisse seien überwiegend positiv. Etwa die Hälfte der Banken meldete demnach eine „Überlebensdauer“ von mehr als sechs Monaten bei negativen Schocks und von mehr als vier Monaten bei extremen Schocks. Die „Überlebensdauer“ ist den Angaben zufolge definiert als die Anzahl der Tage, an denen eine Bank anhand der verfügbaren Zahlungsmittel und Sicherheiten ohne Zugang zu den Refinanzierungsmärkten ihre Geschäftstätigkeit aufrechterhalten kann. 

Wie es weiter hieß, ist die Untersuchung nicht mit dem umfassenden Stresstest des vergangenen Jahres zu vergleichen. Damals hatten Europas Bankenaufseher geprüft, wie gut 48 Großbanken für schwere Krisen gerüstet sind. Der große Stresstest zusammen mit der europäischen Bankenaufsicht EBA wird alle zwei Jahre durchgeführt. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
08.10.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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