EZB
Euro baut Rolle als Reservewährung aus

Der Euro hat seinen Status als zweitwichtigste Weltreservewährung im Jahr 2018 gefestigt. Der Anteil des Euro lag bereinigt um Wechselkurseffekte Ende 2018 bei 20,7 Prozent, Ende 2017 waren es nur 19,5 Prozent. Das teilte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt am Main mit. Die europäische Gemeinschaftswährung profitiere insbesondere von der rückläufigen Nutzung des US-Dollar.

Beim Anteil des Euro als Reservewährung zeichnet sich Medienberichten zufolge eine Trendwende ab. Er sei seit der Eurokrise rückläufig gewesen und habe sich um Jahr 2016 stabilisiert. In den letzten beiden Jahren habe dann ein leichter Anstieg eingesetzt. Der Dollar bleibe jedoch mit einem Anteil von 61,7 Prozent im Jahr 2018 die mit Abstand am meisten genutzte Reservewährung. Dies sei allerdings der niedrigste Stand seit der Einführung des Euro an den Finanzmärkten im Jahr 1999. Vor der Finanzkrise habe der Anteil noch rund sieben Prozentpunkte höher gelegen.

Die EZB machte den Berichten zufolge vor allem Dollarverkäufe von Schwellenländer für den gesunkenen Anteil des Dollar verantwortlich. Demnach habe etwa Russland im letzten Jahr seine Dollarbestände um rund 100 Mrd. Dollar reduziert und den Euro-Anteil erhöht. Die Entscheidung sei auch eine Reaktion auf US-Sanktionen gewesen. Auch China habe im Umfeld der Handelskonflikte seine Dollar-Bestände verringert. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
14.06.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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