Änderungen bei MiFID II 
DK lobt Vorstoß der Bundesregierung

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat den Vorstoß der Bundesregierung begrüßt, sich für Änderungen an der EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II einzusetzen. „Die vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagenen Anpassungen verdienen vor allem im Interesse der Anleger volle Unterstützung. Der deutsche Gesetzgeber hat erkannt, dass die Richtlinie über das Ziel hinausgeschossen ist“, erklärte Hans-Walter Peters, Präsident des diesjährigen DK-Federführers Bankenverband. „Jetzt gilt es, in Europa Verbündete für diese Vorschläge zu finden, um das zu weit ausgeschlagene Regulierungspendel wieder auf die Mitte zuzuführen.“

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hatte der EU-Kommission zwei Positionspapiere zur MiFID II, zur PRIIPs-Verordnung sowie EU-Finanzmarktverordnung  MiFIR übersandt. Laut der DK trete das BMF für eine „angemessene Anpassung der neuen Regulierungswerke“ ein. Privatkunden sollen demzufolge selbst entscheiden können, ob sie im Telefongeschäft Informationen zu Transaktionskosten vor Abschluss eines Wertpapiergeschäfts erhalten wollen. Zudem sollen laut BMF die Informationspflichten nach MiFID II und PRIIPs harmonisiert werden. Außerdem solle die Gesprächsaufzeichnung künftig entfallen, wenn die Kunden explizit darauf verzichten wollten. 

Die seit Anfang 2018 europaweit geltenden neuen Regelungen für das Wertpapiergeschäft stoßen nach wie vor auf heftige Kundenkritik, teilte die DK mit. Anleger fühlten sich durch die Fülle an Pflichtinformationen überfordert. Die zwingende Aufzeichnung von Telefongesprächen in der Wertpapierberatung werde als Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Kunden empfunden. Der gesetzlich bezweckte Anlegerschutz, der alle Kunden, auch erfahrene oder gut informierte Kunden, über einen Kamm schere, werde als aufgedrängt wahrgenommen, da Verzichtsmöglichkeiten fehlten. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
28.08.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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