Bei Mittelständlern wächst Risikobewusstsein
Digitalisierung: Nicht nur Chance, sondern auch Risiko

Der Datendiebstahl beim Fahrdienstleister Uber hat es wieder gezeigt: Cyberkriminalität ist zu einer alltäglichen Bedrohung mit realen Schadensfolgen geworden. Auch der deutsche Mittelstand hat erkannt, dass Kriminalität im Internet eine Herausforderung ist, der sich die Unternehmen stellen müssen. Fast drei von vier Führungskräften halten die Informationssicherheit – also Sicherheit, Schutz und Vertraulichkeit von Daten – beim eigenen Unternehmen für eine wichtige Aufgabe. Dies hat eine aktuelle Studie der Postbank unter Führungskräften in mittelständischen Unternehmen ergeben.
Die unschöne Kehrseite der Digitalisierung belegt eine Bitkom-Erhebung, wonach jedes zweite deutsche Unternehmen in den letzten zwei Jahren von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage betroffen gewesen ist. Trotzdem führt auch für mittelständische Unternehmen kein Weg an der Digitalisierung vorbei. Kostenoptimierung, Verbesserung von Arbeitsabläufen, aber auch Anforderungen von Kunden und Lieferanten zwingen die Betriebe, sich der Digitalisierung zu öffnen und so die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Aber keine Chance ohne Risiko. Die Digitalisierung birgt Gefahren in Form von Datendiebstahl und Cyberkriminalität. Diese Risiken scheinen Führungskräfte größerer mittelständischer Unternehmen mit einem Umsatz ab 50 Mio. € erkannt und Konsequenzen abgeleitet zu haben. 72 Prozent der in diesen Unternehmen beschäftigten Führungskräfte geben an, aktuell hohe Beträge in die Informationssicherheit zu investieren. Quer durch den gesamten Mittelstand investieren nur 63 Prozent der Manager in Informationssicherheit.
Vor allem kleinere Unternehmen (Umsatz bis 10 Mio. €) scheinen das Risiko, das von der Vernetzung ausgeht, zu unterschätzen. Nur 57,4 Prozent investieren stark oder sehr stark in die Informationssicherheit. Die Studienautoren vermuten dahinter fehlende Informationen und Unsicherheit bei der Auswahl der eingesetzten Technik. Aber auch kleinere Betriebe müssten sich bewusst machen, dass Sicherheit in diesem Bereich eine Fiktion sei, sagt Reiner Ramacher, Postbank-Bereichsvorstand Geschäfts- und Firmenkunden. Unabhängig von Branche, Größe oder Umsatz müssten Investitionen in die Informationssicherheit ganz oben auf der Agenda stehen.

 

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
24.11.2017
Quelle(n):
Artikelbild: Fotolia 
Autor/in 
Redaktion die bank
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