Inländischer antizyklischer Kapitalpuffer
Deutsche Kreditwirtschaft lehnt Aktivierung ab

Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) hat deutliche Kritik an der Entscheidung des Ausschusses für Finanzstabilität (AFS) geübt, die Quote des inländischen antizyklischen Kapitalpuffers (CCyB) auf 0,25 Prozent festzusetzen. Zum einen sei die konjunkturelle Lage ungünstiger als vom AFS dargestellt. Deshalb komme die Aktivierung des CCyB zu spät. Zum anderen habe ein Aufbau von systemischen Risiken in dem vom AFS geschilderten Umfang nicht stattgefunden. Hinzu komme, dass die Widerstandsfähigkeit des Bankensystems besser sei als vom Ausschuss unterstellt. Die DK erkenne daher keine Notwendigkeit für die Aktivierung des CCyB.

Die DK übte zudem generell Kritik an der derzeitigen Form der makroprudentiellen Politik. Sie sei nicht nur ein „einseitiger strukturpolitischer Eingriff zu Lasten des Bankensektors“, sondern erfolge in weiten Teilen auch intransparent. Die DK plädierte daher für eine konzeptionelle Neuausrichtung der makroprudentiellen Politik. 

Die Stabilität des Finanzsektors steht seit der Finanzkrise 2008 unter genauer Beobachtung. Bankenaufsicht und Regulierung wurden daher um die sogenannte makroprudenzielle Aufsicht ergänzt. In Deutschland hat der Ausschuss für die Finanzstabilität (AFS) den Auftrag, mögliche Gefahren für den Finanzsektor zu identifizieren. Die Bundesbank mahnt bereits seit einiger Zeit, dass die Risiken im deutschen Finanzsystem gestiegen seien. Der AFS war am 27. Mai der Forderung der Notenbank nachgekommen, den antizyklischen Kapitalpuffer zu aktivieren.

Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme der DK. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
26.06.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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