eID / Online-Ausweisfunktion
Das Smartphone als Kartenleser

Kunden der Deutschen Post können sich ab sofort mit der Online-Ausweisfunktion des deutschen Personalausweises (electronic Identity, eID-Funktion) auf ihrem Smartphone identifizieren und für sensible Geschäfte sicher legitimieren lassen. Voraussetzung ist die Nutzung eines Android-basierten Geräts in Verbindung mit der Postident App, die es im Google Play Store gibt. Ist die NFC-Funktion aktiviert, hält der Kunde zur Identifizierung über Postident einfach seinen Personalausweis an die Rückseite des Smartphones. 

Der Umfang der angefragten Daten wird dem Nutzer angezeigt. Nach der Eingabe der eID-PIN werden die Daten freigegeben und verschlüsselt an den Geschäftskunden, dessen Online-Dienste der Kunde nutzen will, übertragen. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Konten bei Banken eröffnen. Die in der Postident App enthaltene eID-Komponente sei durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) zertifiziert und erfülle damit höchste Sicherheitsstandards, teilte die Post mit. Wenn Apple seine NFC-Funktion ebenfalls freigibt, könne der Service auch für iOS-Geräte angeboten werden. 

Der neue Personalausweis im Scheckkartenformat ist gemäß eIDAS Verordnung sowohl für die elektronische Unterschrift wie auch die Fernsignatur vorbereitet. Er steckt aktuell bereits bei über 60 Millionen Bundesbürgern in der Tasche, bei geschätzt 23 Millionen ist die Online-Ausweisfunktion nach Angaben der Bundesregierung aktiviert. Bislang konnte sich der Online-Ausweis noch nicht zur digitalen Legitimierung für Internetgeschäfte durchsetzen, weil der Nutzer einen eigenen Kartenleser brauchte. Mit neuen Diensten wie der Integration der eID-Funktion in Apps und dem Mobiltelefon des Kunden als Kartenlesegerät dürfte sich das rasch ändern.

Weitere Informationen über Fernsignaturen mit der Online-Ausweisfunktion gibt es hier auf der Seite des Bundesinnenministeriums. (kra)  

Hinweis: In einer älteren Version dieser Meldung hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Das neue Legitimationsverfahren betrifft die Deutsche Post, nicht die Postbank. Wir bitten, dieses Versehen zu entschuldigen. 

 

HInweis: 

Kontakt  
Diesen Artikel ...  
Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
05.04.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
Weitere Artikel 
Newsletter

die bank | Newsletter

Abonnieren Sie den kostenlosen redaktionellen Newsletter der Fachzeitschrift „die bank“.
Der Newsletter erscheint mindestens einmal im Monat und informiert Sie über aktuelle Beiträge und News.

 Anmeldung

 Newsletter-Archiv