Analyse
Cum-Ex kann für Banken ernste Folgen haben

Banken und Investoren haben über Jahre ein Schlupfloch bei der Besteuerung von Aktiendividenden zur ihrem Vorteil genutzt. Der Fiskus wurde dabei um Milliardenbeträge geprellt. Für die Kreditinstitute sind die Vorgänge womöglich noch nicht ausgestanden: Die cum-ex-Geschäfte könnten für die Bankenbranche sogar noch „schwerwiegende Folgen“ haben, falls die Gerichte die Transaktionen für illegal erklären. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Analyse der Ratingagentur Scope Ratings hervor.

Dierk Brandenburg, Leiter des Rating-Teams für Finanzinstitute bei Scope, erklärt: „In bestimmten Aspekten erinnert Cum-ex an die Libor-Manipulation.“ Beide Geschäfte seien bei einer großen Zahl von Banken und in einer Reihe von Ländern weit verbreitete Praxis gewesen, so der Experte. Zudem sei den Beteiligten nicht immer ganz klar gewesen, dass ihr Verhalten illegal gewesen sein könnte. Eine zentrale Frage sei zudem, ob die Geldhäuser dazu gezwungen werden könnten, Steuern zurückzuerstatten. Dies könne zu hohen Entschädigungsforderungen gegenüber der Finanzbranche führen, warnt der Experte. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
28.10.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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