Weniger bedeutende Institute
Bundesbank lobt Risikotragfähigkeitskonzepte

Die Bundesbank hat im Rahmen einer Analyse für den deutschen Bankenmarkt ein positives Fazit zur Qualität der Risikotragfähigkeitskonzepte weniger bedeutender Institute (LSI) gezogen. Das Gros der Geldhäuser habe geeignete Modelle entwickelt, um die Geschäftstätigkeit risikoorientiert zu steuern, teilte die Bundesbank am Mittwoch mit. Die Datenqualität im Risikotragfähigkeitsmeldewesen habe sich deutlich verbessert. Allerdings gebe es noch Verbesserungspotenzial. Mit Blick auf die neuen Anforderungen an eine ökonomische Steuerung und detailliertere Kapitalplanung seien die Institute dazu gefordert, ihre Steuerungskonzepte weiterzuentwickeln. 

Bei der methodischen Ausgestaltung falle auf, dass einige Institute barwertige Fortführungsansätze und periodische Liquidationsansätze nutzten, obwohl dies erklärungsbedürftig sei. Bei den Berechnungsverfahren könnten Unterschiede beobachtet werden. Während viele Banken ihre Steuerungsansätze klar nach bilanzieller bzw. periodischer und barwertiger Betrachtungsweise unterscheiden würden, meldeten einige Geldhäuser auch Mischformen, was ein Hinweis auf inkonsistente Steuerungskonzepte sei.

Das Range of Practice-Papier der Bundesbank stellt eine Weiterentwicklung der erstmals am 11. November 2010 veröffentlichten Umfrageergebnisse zur Risikotragfähigkeit dar. Es informiert den Angaben zufolge über die Ergebnisse der Datenerhebungen im Rahmen des Risikotragfähigkeitsmeldewesens für den Zeitraum von 2015 bis 2017. Ziel sei eine höhere Transparenz über die Verfahren zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit deutscher Institute. Aus dem Papier ergeben sich weder neue aufsichtliche Vorgaben noch Konkretisierungen. Die Einschätzungen stellen auf den Stand zum 31. Dezember 2017 ab. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
06.02.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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