Zahlungslösungen
Bundesbank fordert eu­ro­päi­sche Marke

Die Deutsche Bundesbank sieht in ihrem ak­tu­el­len Mo­nats­be­richt Hand­lungs­be­darf bei der Wei­ter­ent­wick­lung von uni­ver­sell eu­ro­pa­weit ein­setz­ba­ren Zah­lungs­mit­teln. Diese soll­ten am bes­ten auf Echt­zeit­über­wei­sun­gen, so­ge­nann­ten In­stant Pa­y­ments be­ru­hen, teilte die Notenbank am Montag mit. Die Fach­leu­te for­derten den Angaben zufolge, dass es in Eu­ro­pa eu­ro­päi­sche Al­ter­na­ti­ven zu uni­ver­sell ein­setz­ba­ren Zah­lungs­mit­teln wie Pa­y­pal oder Apple Pay geben müsse. „Denk­bar wäre, eine Art eu­ro­päi­sche Marke für Zah­lungs­lö­sun­gen zu eta­blie­ren, die an­zeigt, dass ein na­tio­na­les Zahl­ver­fah­ren etwa für das Be­zah­len im On­line­han­del auch grund­sätz­lich im eu­ro­päi­schen Aus­land funk­tio­niert“, hieß es laut Bundesbank in dem Bericht.

Es be­stün­de die Ge­fahr, dass die be­reits be­stehen­den gro­ßen Platt­for­men durch Netz­werk-, Ska­len und Ver­bund­ef­fek­te Mo­no­po­le her­aus­bil­den könn­ten und der Markt sich nach dem Prin­zip „der Sie­ger nimmt alles“ ent­wi­ckele. Zwar hät­ten die deut­schen An­bie­ter der Kre­dit­wirt­schaft im Zah­lungs­ver­kehr schon viel getan, um sich auf die neuen Wett­be­werbs­be­din­gun­gen ein­zu­stel­len. So wür­den sie ver­stärkt auf in­no­va­ti­ve Lö­sun­gen, wie etwa die Di­gi­ta­li­sie­rung der gi­ro­card im Smart­pho­ne set­zen. „Um lang­fris­tig im eu­ro­päi­schen Markt mit­spie­len und in­ter­na­tio­na­len Wett­be­wer­ben auf Au­gen­hö­he be­geg­nen zu kön­nen, müs­sen die bis­her na­tio­nal aus­ge­rich­te­ten Ver­fah­ren ihre Reich­wei­te er­hö­hen und grenz­über­schrei­tend er­reich­bar sein“, erklärte die Notenbank. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
17.06.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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