Studie
Beim E-Mail-Marketing sehen Banken schlecht aus
 

Kaum eine Firma verzichtet auf den regelmäßigen Newsletter an den Kunden. Allerdings hinkt jede zweite Firma bei der mobilen Optimierung der E-Mails einer Studie zufolge der Entwicklung hinterher. Besonders schlecht schneiden Banken ab.

Im deutschsprachigen Raum betreiben 95,4 Prozent der 5000 Top-Unternehmen aktiv E-Mail-Marketing. Die Banken schneiden jedoch im Branchenvergleich unterdurchschnittlich ab und belegen den vorletzten Platz der Finanzbranche. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung absolit. 5037 Firmen aus neun Branchen wurden untersucht – darunter 236 Banken. Während sich unter den besten 500 Unternehmen noch 15 Banken befänden, sei es unter den 100 Besten nur noch eine. Im Schnitt seien nur 34 Prozent der Maximalpunktzahl erreicht worden.

Laut Studie ist ein Hauptgrund dafür die mobile Optimierung der versendeten Mails. Jedes zweite Unternehmen hinke hier der Entwicklung hinterher und könne die Mindestanforderungen nicht erfüllen. Darüber hinaus gäben nur zwei von drei Betreffzeilen einen ausreichenden Hinweis auf den Inhalt des Newsletters. Die Gefahr, dass diese Mails somit ignoriert oder gelöscht würden, sei entsprechend hoch. Erfreulich sei jedoch, dass rund 90 Prozent der Landingpages für das Lesen über mobile Endgeräte optimiert seien.

Firmen tun sich mit persönlicher Ansprache schwer

Der Untersuchung zufolge heißen gerade einmal zwei von zehn Unternehmen neue Leser mit einer Begrüßungsmail willkommen. Eine mehrstufige Begrüßungskampagne setzten weniger als 1 Prozent um. Anlassbezogene Trigger-Mails gehören nur bei 18 Prozent zum Marketing-Mix – und das, obwohl 43 Prozent mit einem professionellen Versanddienstleister zusammenarbeiteten – also bereits die Grundvoraussetzungen zur automatisierten Kundenansprache besäßen. Zugleich täten sich auch viele Unternehmen mit der persönlichen Ansprache des Lesers schwer. Zwar fragten 73 Prozent bei der Anmeldung mindestens nach dem Namen des Interessenten, genutzt würden diese Daten aber nur von 61 Prozent.

„Viele Unternehmen müssen langsam begreifen, wie wichtig es ist, Kunden in Zeiten der Informationsflut individuell anzusprechen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben zu können“, erklärte absolit-Inhaber Thorsten Schwarz. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
11.01.2019
Quelle(n):
Bildquelle: ©Peopleoimages | istockphoto.com
Autor/in 
Redaktion die Bank
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