Phishing & Co
Bankenverband warnt vor Cyberkriminalität

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat auf die Gefahren durch Cyberkriminalität für Bankkunden hingewiesen. „Je mehr und länger wir im Internet aktiv sind, desto intensiver müssen wir uns der Risiken bewusst sein", betonte BdB-Hauptgeschäftsführer Andreas Krautscheid anlässlich des Safer Internet Day 2019 am 5. Februar. Der Mensch sei immer noch das häufigste Angriffsziel für Cyber-Kriminelle. „Ganz gleich ob beim Phishing, Chef-Betrug oder bei dubiosen Stellenangeboten als Finanzagent: Immer wieder gelingt es Betrügern, Bankkunden dazu zu verleiten, persönliche Daten preiszugeben oder gar Transaktionen vorzunehmen“, erklärte Krautscheid am Montag. Der Bankenverband werde deshalb weiter aufklären und sich für mehr Sicherheit im Netz einsetzen. Der jährliche internationale Safer Internet Day 2019 ist eine Initiative der EU-Kommission und ruft weltweit zu Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Internetsicherheit auf. 

Das Bundeskriminalamt (BKA) gibt auf seiner Internetseite Hinweise, woran Phishing-E-Mails zu erkennen sind. Demnach sind die Absenderadressen meistens gefälscht. Die Erkennung des falschen Absenders sei nur über die Header-Auswertung möglich. Die Anrede sei oft unpersönlich gehalten. Zudem werde dringender Handlungsbedarf signalisiert („Wenn Sie nicht sofort Ihre Daten aktualisieren, gehen diese verloren…"). Auch Drohungen kämen zum Einsatz („Wenn Sie das nicht tun, müssen wir Ihr Konto leider sperren…“) Oft würden vertrauliche Daten wie PINs und TANs oft abgefragt – etwa in einem Formular innerhalb der Mail. Darüber hinaus enthielten die Mails oft Links oder Formulare, die vom Empfänger verfolgt beziehungsweise geöffnet werden sollten. Manchmal seien die Nachrichten auch in schlechtem Deutsch verfasst, weil sie von Computerprogrammen aus anderen Sprachen automatisch übersetzt würden. 

Das BKA hatte im Herbst 2018 sein „Cybercrime Bundeslagebild“ für 2017 vorgestellt. Darin wurden 85.960 Fälle von Cybercrime „im engeren Sinn“ erfasst, eine Steigerung um 4 Prozent gegenüber 2016. Zum Tatbild „Cybercrime im engeren Sinne“ gehören demnach Delikte im Rahmen des PC-Betrugs (u.a. Datenklau bei Kreditkarten, Überweisungsbetrug oder Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen), Ausspähen, Abfangen und Hehlerei von Daten, Computersabotage, Datenveränderung oder Fälschung von beweisrelevanten Daten. Laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom vom Herbst 2017 wurde jeder zweite Internetnutzer im Vergleich Vorjahr Opfer von Internetbetrug. In der Hälfte der Fälle sei hierbei ein finanzieller Schaden entstanden. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
04.02.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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