Studie
Banken nutzen digitales Potenzial zu wenig

Vom Online-Banking, über Bezahl-Apps bis hin zur Künstlichen Intelligenz (KI): Banken können und wollen auf die Möglichkeiten der neuen Technologien grundsätzlich nicht verzichten. Dennoch lässt der Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft von Banken zu wünschen übrig. In den Bereichen Kundenerlebnis, Wertschöpfungskette, Angebot wie auch bei der Industrialisierung der Kredite besteht offenbar ein erheblicher Nachholbedarf. Das ist das Ergebnis einer Studie von Capco, einer Unternehmens- und Technologieberatung mit Fokus auf die Finanzdienstleistungsbranche.

Immerhin 65 Prozent der untersuchten Geldhäuser böten im Kreditbereich bereits mehrere Kundenkanäle an. Doch nur 13 Prozent der Bankkunden gäben an, dass sie Geschäftsvorgänge im Kreditbereich über unterschiedliche Kanäle hinweg lückenlos abschließen könnten. Auch beim Trendthema KI zeigen sich die Banken den Angaben zufolge wenig innovativ. Nur ein knappes Drittel der Institute nutze Machine Learning (ML) und KI an der Schnittstelle zum Kunden. Wichtige Effizienzvorteile und Verbesserungen im Kundennutzen blieben somit ungenutzt.

Wie es weiter hieß, zeigen sich auch entlang der Wertschöpfungskette erhebliche Mängel. Fast die Hälfte der Institute gebe an, dass die Kreditbearbeitungsprozesse noch nicht modularisiert und digitalisiert seien. Lediglich ein knappes Drittel nutze die Automatisierung im Kreditprozess. Zudem verfügten die Banken zum Großteil nicht über effiziente, integrierte IT-Systeme. Lediglich acht Prozent der Institute nutzten bereits IT-Systeme, die im Kreditprozess gänzlich integriert seien und keine redundante manuelle Eingabe von Daten benötigten. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
25.06.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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