Deutschland bleibt ein attraktiver Standort
Auslandsbanken für einheitliche Regulierung

Die Geschäftsaussichten der Auslandsbanken sind stabil und Deutschland bleibt ein attraktiver Standort. Stefan Winter, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland (VAB) führt dies vor allem auf die prosperierende hiesige Volkswirtschaft zurück. Corporate Geschäft, Kreditgeschäft und Investmentbanking florieren. Allerdings leiden auch die ausländischen Banken unter den bekannten Belastungen der Branche, gekennzeichnet durch das Niedrigzinsumfeld, intensiven Wettbewerb und die hohen Kosten für die Regulatorik. Nichtsdestotrotz kündigte Winter für dieses Jahr stabile Mitarbeiterzahlen in den Mitgliedsinstituten an.
Unsicherheiten drohen indes aus dem Brexit. Instituten, die deshalb über eine Verlagerung ihrer Geschäftstätigkeit nachdenken, steht der Verband in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand und den Aufsichtsbehörden hilfreich zur Seite. Winter warb dabei offen für den Standort: Aus internationaler Sicht sei Deutschland mit seiner starken, global aktiven Volkswirtschaft, politischen Stabilität, verlässlichen und leistungsfähigen Aufsicht und seiner stabilen Infrastruktur und dem Zugang zu liquiden Märkten ein hervorragender Standort. Im Rahmen der Brexit-Verhandlungen sollte auch über Übergangsregelungen gesprochen werden. Da der Verlauf und Ausgang der Gespräche offen sei, könnten so Rechtsunsicherheiten und Marktverwerfungen vermieden werden.
Stellung bezog der VAB auch in Sachen Finanzmarktregulierung. Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Horst Schmidt und Nikolaus Närger bedauerten die Aufweichung der international harmonisierten Regeln zugunsten einer aktuell zu beobachtenden Rückbesinnung auf nationale Präferenzen. Für international aufgestellte Häuser sei eine weitgehende Harmonisierung hingegen unumgänglich, davon profitiere letztlich auch die internationale Finanzstabilität. Bei der anstehenden G20-Konferenz in Baden-Baden sollte die international abgestimmte Finanzmarktregulierung deshalb wieder zur Maxime erklärt werden.

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Artikel veröffentlicht am:
14.03.2017
Autor/in 
Redaktion die bank
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