Die Bank als FinTech-Supermarkt
„Apps sind tot“

Die Zukunft der Banken ist ein FinTech-Supermarkt, der verschiedenste digitale Finanz-Produkte auf einer Plattform integriert. Zu diesem Fazit gelangten die Teilnehmer der „Digital Finance Berlin“. Rund 120 Entscheidungsträger aus der Banken- und der FinTech-Welt berieten in der Hauptstadt über Offene Banking-Plattformen. Es gibt bereits eine Reihe von Beispielen dafür, wie Banken die Ideen von FinTechs in ihr Portfolio integriert haben. Sie erweitern somit ihr Spektrum um innovative Angebote und erhalten Zugang zu neuen Zielgruppen. Die Bank werde so zu einem FinTech-Supermarkt, in dem sich der Kunde die individuell passenden Finanz-Produkte und Services auswählen könne, hieß es auf der Veranstaltung.
Im Mittelpunkt des Meetings in Berlin stand die Frage, wie man solche Kooperationen ausbauen kann. „Kein FinTech und auch keine der Tech-Größen wie Google oder Amazon will die Bank komplett ersetzen“, beruhigte Figo-CEO André M. Bajorat. Entscheidend sei, dass sich Banken sowohl in ihrer Mentalität als auch in ihrer technischen Infrastruktur für FinTechs öffneten. Der FinTech-Vorreiter stellte aber auch klar: „Apps sind tot. Die Stimme wird das neue Frontend.“ Gemeint sind damit Voice Assistants, wie sie Apple, Amazon oder Google bereits anbieten.
Im Rahmen eines FinSlam traten Banken und FinTechs in kurzen Pitches gegeneinander an und präsentierten ihre digitalen Lösungsansätze für die offene Banking Plattform, die dann vom Publikum bewertet wurden. Auf der Bankenseite waren DKB, Commerzbank und UBS am Start, letztere mit ihrer bereits aktiven Plattform YNOME. Für die FinTechs gingen Guidants, Moneymeets und Treefin ins Rennen. Sieger des FinSlams wurde schließlich Moneymeets, mit seiner innovativen Lösung zur digitalen Verwaltung von Depots und Versicherungen.
Veranstaltet wurde die „Digital Finance“ vom Company Builder FinTechCube und der Berlin School of Digital Business. „Zwischen den etablierten Instituten und den digitalen Playern liegen Welten, was Geschwindigkeit, Arbeitsweise und Mentalität angeht“, stellte Gregor Puchalla, Geschäftsführer von FinTechCube fest. Das Meeting solle gewissermaßen die Übersetzungshilfe zwischen diesen Welten leisten. Die Teilnehmerzahl hatte sich in diesem Jahr im Vergleich zur Auftaktveranstaltung 2015 mehr als verdoppelt. Für Puchalla ein Beweis dafür, dass die Branche die Chancen einer Kooperation und die Notwendigkeit der Digitalisierung erkannt habe.

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Artikel veröffentlicht am:
10.10.2016
Autor/in 
Redaktion die bank
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