Videoidentifizierungsverfahren
Anforderungen angepasst

Die BaFin hat an in einem aktuellen Rundschreiben die Anforderungen an die Nutzung von Videoidentifizierungsverfahren an die aktuellen Erfordernisse angepasst und zugleich das bestehende Sicherheitsniveau zur Verhinderung von Straftaten erhöht. Die Anforderungen an Videoidentifizierungsverfahren wurden dabei in einer Weise modifiziert, die sowohl dem Bedürfnis der Verbraucher nach medienbruchfreien Identifizierungsverfahren als auch denjenigen der zuständigen Behörden nach einer hinreichend sicheren Überprüfung der Identität natürlicher Personen nach dem GwG entspricht. Das neue Rundschreiben tritt zum 15. Juni 2017 in Kraft und soll spätestens nach drei Jahren evaluiert werden. Es ersetzt das bisher gültige Rundschreiben 1/2014 (GW). Mit dem Inkrafttreten bestimmt sich die aufsichtsrechtliche Zulässigkeit von Videoidentifizierungsverfahren ausschließlich nach den darin enthalten Anforderungen, die vollumfänglich und kumulativ einzuhalten sind. Das Rundschreiben enthält dagegen keine datenschutzrechtlichen Vorgaben –  diese sind unabhängig von den Ausführungen im Rundschreiben einzuhalten.

Mit der Zulassung der Video-Identifikation hat Deutschland 2014 eine Vorreiterrolle übernommen und Maßstäbe für eine rechtskonforme Online-Identifizierung gesetzt. Das Verfahren ermöglicht Unternehmen, ihre Kunden schnell, nutzerfreundlich und sicher über einen Video-Chat zu identifizieren. Nahezu die gesamte Finanzwelt setzt seitdem das Verfahren erfolgreich ein und profitiert dadurch von signifikanten Steigerungen der Konversionsraten. Die wesentliche Neuerung des aktuellen BaFin-Rundschreibens ist unter anderem die verpflichtende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die sichere Kommunikation zwischen Nutzer und Ident-Spezialist. Zudem müssen sich die Ident-Spezialisten künftig als Maßnahme gegen Phishing und Social Engineering den Anlass der Identifikation bestätigen lassen. Damit soll unter anderem Fällen entgegengewirkt werden, in denen sich Personen von Betrügern als App-Tester anwerben lassen und dann in eigenem Namen die Identifikations-App „testen".

 

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
11.04.2017
Autor/in 
Redaktion die bank
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