Einlagensicherungsfonds bewies erneut Leistungsfähigkeit
Aareal übernimmt die Düsselhyp

Die Aareal Bank Gruppe und der Bundesverband Deutscher Banken haben sich über den Erwerb der Düsseldorfer Hypothekenbank AG geeinigt. Die Bank war durch ihr Engagement in Anleihen der österreichischen Heta Asset Resolution in Schwierigkeiten geraten und wurde deshalb im März 2015 vom privaten Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands übernommen. Der Kauf muss noch von den Behörden genehmigt werden, soll aber noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Als Kaufpreis steht die Summe von 162 Mio. Euro im Raum, der kann sich durch Marktwertschwankungen bis zum endgültigen Vollzug aber noch ändern. Das Kreditvolumen der Düsseldorfer Hypothekenbank belief sich per 30. Juni auf 533 Mio. Euro. 

Mit dem Kauf verbinde man keine weitergehenden strategischen Absichten, teilte Aareal in einer Presseerklärung mit. Die Düsselhyp befinde sich unter der Regie ihres bisherigen Eigentümers bereits seit 2015 in einem Prozess des geordneten Rückbaus und sei nicht mehr mit Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung am Markt aktiv. Der geordnete Rückbau solle konsequent weiter fortgesetzt werden. Die Transaktion würde bei der Aareal Bank zu einem positiven Einmaleffekt aus der Erstkonsolidierung (negativer Goodwill) in Höhe von ca. 52 Mio. Euro führen. Das Betriebsergebnis des Geschäftsjahrs 2019 würde voraussichtlich durch die Transaktion in sehr niedriger zweistelliger Millionenhöhe belastet. Dies wurde kaufpreismindernd berücksichtigt und hat entsprechend den negativen Goodwill erhöht. Wenn der Vollzug wie geplant noch 2018 stattfindet, schlägt sich der Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2018 nieder. Für diesen Fall hebt die Aareal Bank ihre Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018 an und rechnet einschließlich des Einmaleffekts nunmehr mit einem Konzernbetriebsergebnis in einer Spanne von 312 bis 352 Mio. Euro bzw. mit einem EPS in einer Spanne von 3,47 bis 3,87 Euro.

Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, freute sich über den erfolgreichen Abschluss. „Zielsetzung der Einlagensicherung ist es, nicht wettbewerbsfähige Banken aus dem Markt zu nehmen. Mit dem Verkauf leistet der Einlagensicherungsfonds einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Konsolidierung im Bankensektor“, so Ossig. Nach dem Bankhaus Wölbern und der Valovis Bank wurde damit ein weiteres Institut ohne den Einsatz von Steuergeldern geräuschlos vom Markt genommen. 

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Artikel veröffentlicht am:
11.09.2018
Autor/in 
Redaktion die bank
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