Assistenzsysteme und mehr
KI unterstützt automatisiertes Fahren
 

Die Daimler AG und die BMW Group wollen gemeinsam die nächste Technologiegeneration für Fahrassistenzsysteme und automatisiertes Fahren auf Autobahnen sowie automatisierte Parkfunktionen entwickeln. Außerdem werden in der Kooperation höhere Automatisierungsgrade für urbane Gegenden und Städte angepeilt. Insgesamt ist die Partnerschaft langfristig und nachhaltig angelegt und soll zu einer skalierbaren Plattform des automatisierten Fahrens wachsen. Dabei ist das Projekt nicht-exklusiv, die Kooperation ist offen für weitere OEM- und Technologie-Partner. Zudem werden die Ergebnisse der Zusammenarbeit weiteren OEMs zur Lizenzierung angeboten.

Ziel der Zusammenarbeit, über die Vertreter beider Unternehmen heute einen Vertrag unterzeichneten, ist u. a. eine schnelle Markteinführung der Technologie: Ab dem Jahr 2024 sollen entsprechende Systeme in Pkw für Privatkunden verfügbar sein, wobei jedes Unternehmen die Ergebnisse der Entwicklungskooperation in seinen eigenen Fahrzeugen jeweils individuell umsetzen wird. Im Rahmen der Kooperation werden über 1.200 Fachleute an verschiedenen Standorten zusammenarbeiten. Sie sollen beispielsweise eine skalierbare Architektur für Fahrassistenzsysteme inklusive Sensoren konzipieren, ein gemeinsames Rechenzentrum zur Speicherung, Verwaltung und Weiterverarbeitung von Daten aufbauen sowie Funktionen und Software zu entwickeln.

Praktische Tests

Daimler arbeitet bereits seit geraumer Zeit intensiv an Serienentwicklungsprojekten sowohl für konkrete Level 3-Fahrzeuge (hochautomatisiert) als auch für Level 4/5-Fahrzeuge (vollautomatisiert). In San José (Silicon Valley) wird 2019 der erste Pilot für Tests von Mercedes-Benz und Bosch für selbstfahrende Fahrzeuge (Level 4/5) im urbanen Bereich gestartet. Anfang des nächsten Jahrzehnts will Mercedes-Benz sowohl hoch- als auch vollautomatisierte Fahrzeuge auf den Markt bringen. BMW Group arbeitet seit 2006 am hochautomatisierten Fahren und hat für die Entwicklung zur Serienreife eine nicht-exklusive Plattform mit Technologie-, Zuliefer- und OEM-Partnern begründet. Die Gruppe setzt auf einen von Level 2 bis 4 skalierbaren Technologieansatz, der eine hohe Flexibilität ermöglicht. Die agile Softwareentwicklung beschleunigt dabei die Entwicklung der Plattform. Aktuell sind weltweit mehr als 70 Testfahrzeuge unterwegs, die den neuesten Technologiestand auf der Straße erproben. Die Fahrzeuge sammeln Informationen, um die Technologie durch maschinelles Lernen mit künstlicher Intelligenz in der virtuellen Simulation weiter zu verbessern. (kra)

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Artikel veröffentlicht am:
04.07.2019
Quelle(n):

Bildquelle: bmwgroup.com

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