DWS steigt bei Arabesque S-Ray ein
Ziel: Aktienkurse mit KI vorausberechnen

Die DWS Group hat eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 2,68 Prozent am Frankfurter ESG-Scoring-Anbieter Arabesque S-Ray GmbH erworben. Sie möchte die Ergebnisse von S-Ray als zusätzliche Quelle für ihre ESG-Engine nutzen, um ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die dem Nachhaltigkeitsanspruch entsprechen. „Wir möchten unseren Kunden stets innovative Lösungen anbieten und für sie Anlageentscheidungen treffen, die dem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel, den wir gerade erleben, gerecht werden“, sagte DWS-CEO Asoka Wöhrmann. 

Darüber hinaus verhandeln DWS und Arabesque über eine mögliche Beteiligung an der Arabesque AI Engine, um die Vermögensberatung mithilfe Künstlicher Intelligenz weiter zu stärken. Die AI-Engine kombiniert Big Data, maschinelles Lernen und Hochleistungsrechnen, um ein intelligentes System zur Vorhersage von Aktienkursentwicklung zu konstruieren. Gemeinsam wollen die beiden Partner die AI Engine weiterentwickeln und dabei die Finanzmarkt-Expertise der DWS mit dem digitalen und maschinellen Lern-Know-how von Arabesque kombinieren, da der Trend zur Automatisierung und Digitalisierung in der Asset Management-Branche anhält. Die Zusammenarbeit könnte auch zu neuen Angeboten bei Anlagestrategien führen, darunter anspruchsvolle AI-Produkte, teilte das Unternehmen mit. 

Arabesque S-Ray bietet eine Vielzahl von Dienstleistungen und Produkten im ESG-Bereich an. Sein Datentool analysiert die Nachhaltigkeitsleistung von mehr als 7.000 börsennotierten Unternehmen anhand verschiedener Parameter und ermöglicht damit Kunden, diese zu bewerten. Mithilfe von maschinellem Lernen und Big Data kombiniert S-Ray systematisch über 200 ESG-Kriterien mit Newssignalen von über 30.000 Quellen aus 170 Ländern und leitet daraus Nachhaltigkeitsinformationen ab. Es bietet eine Vielzahl von Scores, die durch maschinelle Lernalgorithmen berechnet werden.

Das Closing der Transaktion hat bereits stattgefunden. Über den Kaufpreis der Beteiligung sowie weitere finanzielle Details wurde nichts bekanntgegeben. (kra)

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
18.07.2019
Quelle(n):

Bildquelle: Wojciech Gajda | Fotolia.com

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