Umfrage
KI erhöht die Arbeitsintensität
 

Künstliche Intelligenz hat die Qualität der Arbeit für viele Beschäftigte offenbar eher verschlechtert als verbessert. Viele Mitarbeiter klagen über eine höhere Arbeitsintensität und befürchten zudem Jobverluste, so eine neue Umfrage.

Weltweit investieren Firmen in Künstliche Intelligenz, um Arbeitsabläufe zu optimieren und um Mitarbeiter von monotonen Aufgaben zu entlasten. Viele CEOs erhoffen sich von den neuen technischen Möglichkeiten einen Innovationsschub. Doch macht KI die Arbeitswelt wirklich besser? Eine neue Umfrage weckt daran Zweifel. Demnach trägt die Einführung von Systemen Künstlicher Intelligenz bislang nur unzureichend zur Verbesserung der Arbeitsqualität bei. Stattdessen drohten Arbeitsplatzabbau sowie eine höhere Arbeitsintensität und geringere Handlungsspielräume für die Beschäftigten. Das sind die zentralen Ergebnisse des „Innovationsbarometers 2019 – Künstliche Intelligenz“ der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, das am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde.

Wie es weiter hieß, zeigen die Ergebnisse der Erhebung deutliche Defizite beim Einsatz von KI-Systemen. So fürchteten 66 Prozent der Befragten in betroffenen Unternehmen, dass die Zahl der Arbeitsplätze durch den KI-Einsatz sinken wird (nur drei Prozent erwarten demnach eine Zunahme). Zudem berichteten 52 Prozent der Befragten von einer Zunahme der Arbeitsintensität (von einer Abnahme nur elf Prozent); 42 Prozent der Teilnehmer stellten häufigere Störungen der Arbeitsabläufe fest (lediglich 11 Prozent berichteten von weniger Störungen); 50 Prozent der Personen erkennen den Angaben zufolge eine Zunahme der Transparenz des Arbeits- und Leistungsverhaltens der Beschäftigten (nur 13 Prozent eine Abnahme); und 60 Prozent der Befragten wiesen auf eine Verringerung der Handlungs- und Entscheidungsspielräume durch KI hin (nur vier Prozent von einer Ausweitung).

„Digitalisierung und Künstliche Intelligenz müssen so gestaltet werden, dass sie den Beschäftigten sowie dem Schutz und dem Ausbau der Arbeitnehmerrechte dienen“, erklärte Christoph Schmitz, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand. „Dringend notwendig ist, die betrieblichen Mitbestimmungsorgane bei der Einführung von KI-Projekten frühzeitig stärker einzubeziehen.“ Nur so könnten deren Folgewirkungen richtig abgeschätzt und sozialverträglich gestaltet werden, so Schmitz. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
03.12.2019
Quelle(n):
Bildquelle: iStock.com/ipopba
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