Weltfrauentag I
Zu wenige Frauen im Top-Management
 

Wie andere Unternehmen betonen auch Banken gern ihr Bestreben, sich für einen höheren Frauenanteil einzusetzen. Eine aktuelle Studie der Ratingagentur Scope belegt allerdings, dass sich die Finanzinstitute in diesem Bereich noch stärker anstrengen müssen.

Von 29 untersuchten Banken in Europa werden nur zwei Häuser von weiblichen CEOs geführt. Schaut man sich die Vorstandsreihen allgemein an, wird das Bild nicht besser. Gezählt wurden mit jeweils einer CFO und einer COO und insgesamt sechs CROs nur weitere acht Vorstandsfrauen. Etwas ausgeglichener ist die Situation in den Bereichen Personal, Regulierung, Kommunikation und Nachhaltigkeit und ebenso in den Aufsichtsräten. Bis hin zu einer echten Geschlechtergerechtigkeit ist der Weg also noch lang. 

Seit der Finanzkrise sei Diversität ein entscheidender Faktor für die Entwicklung der Unternehmenskultur bei Banken, sagte der Leiter des Scope-Banken-Ratings und Studienautor, Sam Theodore. Eine verbesserte und transparentere Unternehmensführung verändere die Bankenkultur zum Besseren. Dies führe zu einem verantwortungsbewussteren Umgang mit Risiken, zu einem stärkeren Bewusstsein für soziale, ethnische und geschlechtsspezifische Aspekte bei Einstellungen und wirke sich positiv auf Gesundheits- und Sicherheitsstandards aus. 

Die fehlende Ausgewogenheit auf oberster Führungsebene ist ein Defizit, das sich im gesamten europäischen Bankensektor beobachten lässt. Allerdings zeigen die skandinavischen Finanzinstitute in vielen Fällen bereits Fortschritte, während Banken in Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien bei der Geschlechterausgewogenheit noch zurück liegen. Den kompletten Report "European banks not walking the walk in top management gender diversification" (nur in englischer Sprache ) findet man auf der Webseite der Ratingagentur. 

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Artikel veröffentlicht am:
08.03.2018
Quelle(n):
Bildquelle: ©PeopleImages / iStockphoto.com
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Redaktion die bank
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