Digitalisierungsstudie
Wer profitiert vom digitalen Wandel?

Die Digitalisierung als nächste industrielle Revolution macht sich bei den Unternehmen und Branchen in Deutschland unterschiedlich stark bemerkbar, so das Fazit einer aktuellen Studie der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Besonders die IT- und Kommunikationstechnologie-Branche seien die größten Gewinner der Digitalisierung, so Chefvolkswirt Uwe Burkert. Unsicherheit herrsche vor allem über die weitere Entwicklung der Automobilbranche. Über alle Branchen hinweg müssen sich Unternehmen jedoch rechtzeitig an den digitalen Wandel anpassen, andernfalls laufen sie Gefahr, von neuen und branchenfremden Wettbewerbern abgelöst zu werden. Denn der digitale Wandel bedeutet nicht nur die Automatisierung von Prozessen, vielmehr geht es auch um den Wandel ganzer Geschäftsmodelle. Der Studie zufolge investieren bislang vor allem Klein- und mittelständische Unternehmen. Viele Großunternehmen allerdings haben den Veränderungsdruck noch nicht ausreichend erkannt oder scheuen sich vor den hohen Investitionen. Laut den LBBW-Analysten ist jedoch mittlerweile eine Trendwende zu erwarten. So sollen in wenigen Jahren mehr als 20 Prozent der Großunternehmen hoch digitalisiert sein.

Die Digitalisierung verändert auch die Arbeitsplätze: Nach Einschätzungen der Analysten sollten sich bis 2030 rund 850.000 Arbeitsplätze deutlich ändern. Im Idealfall kostet der digitale Wandel allerdings lediglich 60.000 bis 100.000 Stellen – zugleich entstehen zahlreiche neue Tätigkeitsfelder und Wirtschaftszweige. Hinzu kommt das Kostensenkungspotenzial, das je nach Branche 2 bis 3,5 Prozent pro Jahr betragen kann. Um die Potenziale der Digitalisierung voll auszuschöpfen, ist jedoch nicht nur die Industrie gefordert. Vielmehr müssen sich Wirtschaft, Politik und Gesellschaft stärker vernetzen, um die Digitalisierung erfolgreich voranzutreiben.

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
06.09.2017
Quelle(n):

Textquelle: LBBW

Artikelbild: © Konstantin Hermann - Fotolia.com

Autor/in 
Redaktion die bank
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