Trendstudie
Was die Deutschen von den Banken erwarten
 

Trotz Finanzkrise – ein Großteil der Bundesbürger spricht den Banken ihre Daseinsberechtigung nicht ab. Doch die Kunden fordern einer Umfrage zufolge Verbesserungen in vielen Bereichen. Ganz oben auf Der Liste: Die Sicherheit der Produkte.

Ungeachtet der Finanzkrise haben die Banken ihre Existenzberechtigung bei den Deutschen nicht verloren. 75 Prozent der Bundesbürger würden ihre Bank vermissen, wenn sie morgen vom Markt verschwindet. Damit die Institute auch im Jahr 2030 noch als relevant wahrgenommen werden, fordern die Kunden Verbesserungen in vielen Leistungsbereichen. Das sind Ergebnisse der aktuellen Trendstudie „Banking der Zukunft“, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Direktbank RaboDirect durchgeführt hat.

Vor allem in drei Bereichen sehen die Befragten demnach Nachholbedarf bei den Geldhäusern: in der Sicherheit der Produkte (59 Prozent), bei der Qualität der Beratung (47 Prozent) und in der Kommunikation zwischen Bank und Kunde (45 Prozent). Erst danach folge die Rendite der Produkte (44 Prozent). Überraschend viele, 40 Prozent, wünschten sich zudem, dass die Bank ihrer Wahl für Nachhaltigkeit eintrete und für soziale Verantwortung stehe – hier zeige sich ein wesentlich höherer Bedarf als nach technischen Innovationen (34 Prozent). Dies verdeutliche, dass immer mehr Kunden wissen wollten, wofür die Banken ihre Einlagen verwende und welche gesellschaftlichen Ziele unterstützt würden.

Keinerlei Abstriche in puncto Datensicherheit

Banken müssen sich demnach auch gesellschaftlich positionieren, um relevant zu bleiben. Das wird durch ein weiteres Ergebnis der Umfrage untermauert: Zwar sei die Treue zu den Banken mit 75 Prozent recht stark ausgeprägt. Doch nur 60 Prozent der Deutschen seien der Meinung, dass die Institute, so wie sie heute aufgestellt sind, auch in Zukunft noch gebraucht würden. 26 Prozent der Befragten schließen demzufolge nicht aus, zu einem US-Anbieter wie Amazon, Google oder Apple zu wechseln, wenn dieser ein attraktives Angebot habe. Allerdings dürfe es dabei keinerlei Abstriche in puncto Datensicherheit geben: 90 Prozent der Deutschen lehnten das Speichern ihrer Daten auf US-Servern kategorisch ab.

Ein weiteres Resultat: Mit zunehmender Digitalisierung steigt das Bedürfnis nach mehr Datensicherheit. Insgesamt 62 Prozent der Bundesbürger seien der Meinung, dass die Daten bei der Bank geschützt sind. Für neue, innovative Dienstleistungen seien viele auch bereit, ihrer Bank persönliche Daten zur Verfügung zu stellen. Dies gäben 42 Prozent der Deutschen an. Unter denjenigen, die mehr als 5.000 Euro monatlich verdienen, seien es sogar 74 Prozent. Die Mehrheit der Befragten (59 Prozent) erwarte jedoch auch, dass die Banken angesichts der zunehmenden Digitalisierung Anstrengungen unternähmen, um die Datensicherheit weiter zu verbessern. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
18.12.2018
Quelle(n):
Bildquelle: ©STEEX | istockphoto.com
Autor/in 
Redaktion die Bank
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