Wohneigentum in Deutschland
Vorsichtige Käufer trotz niedriger Zinsen

Laut einer aktuellen Studie der Sparda Bank, finden zwei Drittel der Deutschen, dass sich Wohneigentum grundsätzlich lohnt. Allerdings leben tatsächlich nur 46 Prozent im Eigenheim – und das, obwohl sieben von zehn Regionen in Deutschland bezahlbar und wertstabil sind. Dabei werden durchschnittlich in Deutschland rund 242.000 € in eine Immobilie investiert, und damit etwa sechs Jahresnettoeinkommen eines deutschen Durchschnitthaushalts. Darüber hinaus sollte das Eigentum nicht weiter als 30 km vom Arbeitsplatz entfernt liegen.

Die Studie zeigt jedoch auch einen klaren positiven Trend hin zum Kaufen statt Mieten. So plant jeder vierte Mieter unter 50 Jahren den Kauf einer eigenen Immobilie (26 Prozent). In der Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren haben gut ein Drittel Kaufabsichten (35 Prozent). Die häufigsten Gründe gegen den Erwerb von Wohneigentum sind längerfristige finanzielle Risiken (61 Prozent) sowie die hohen Kosten (54 Prozent). Dabei müssen Käufer bei einem Investitionsvolumen von 242.000 € heutzutage 58.000 € weniger Zinsen zahlen als noch vor knapp zehn Jahren. Dennoch oder gerade deshalb sehen derzeit mehr Deutsche die niedrigen Zinsen für Kredite und Hypotheken skeptisch. Besonders bei den unter 50-jährigen verliert das Niedrigzinsniveau beim Immobilienkauf an Bedeutung: 2013 gaben noch 33 Prozent von ihnen an, den niedrigen Kreditzinsen kritisch gegenüberzustehen, in diesem Jahr liegt der Anteil bei 39 Prozent. Zudem haben die sinkenden Zinsen dazu geführt, dass Immobilienkredite eine tendenziell längere Sollzinsbindung haben. Während die Anzahl der Kredite mit einer Zinsbindung von bis zu fünf Jahren in der vergangenen Dekade rückläufig war, wuchs die Anzahl der Kredite mit einer Zinsbindung von mehr als zehn Jahren nach Angaben der Bundesbank im gleichen Zeitraum um zwölf Prozentpunkte auf 42 Prozent.

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
20.03.2017
Autor/in 
Redaktion die bank
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