Zahlungsindikator Deutschland
Vertrauen in Geschäftspartner gestiegen

Unternehmen konnten sich im ersten Halbjahr 2017 noch länger mit der Begleichung einer Rechnung Zeit lassen. Wie eine Auswertung des Creditreform Debitorenregisters Deutschland (DRD) zeigt, gewähren Liederanten und Kreditgeber mittlerweile ein Zahlungsziel von durchschnittlich 32,51 Tagen – und damit ein Tag länger als noch im Vergleichszeitraum 2016. Offenbar ist das Vertrauen in den Geschäftspartner gestiegen. Die Forderungsausfälle waren zuletzt, dank der guten Wirtschaftslage, zurückgegangen. Und auch die Zahlungsmoral hat sich verbessert: Bei B2B-Geschäftstransaktionen in Deutschland hat sich die Zahlungsverzugsdauer auf 10,11 Tage verringert (1. Halbjahr 2016: 10,45 Tage), insbesondere in der chemischen Industrie sowie im Einzelhandel. Nur der Verkehrs- und Logistiksektor sowie die personenbezogenen Dienstleistungen weisen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine schlechtere Zahlungsmoral auf.

Im direkten Vergleich der Rechtsklassen zeigt sich eine langsamere Zahlungsweise der Unternehmergesellschaften (UG). Im Durchschnitt sind Rechnungen hier noch 17,80 Tage überfällig. Das sind zwar 1,49 Tage weniger als in der Vorjahresperiode, aber immer noch mehr als bei jeder anderen Rechtsform. So wurden der UG die Zahlungsziele auf durchschnittlich 22,67 Tage gekürzt. Zum Vergleich: Eine GmbH hat im Durchschnitt 32,36 Tage Zeit, eine Rechnung zu begleichen. Doch nicht nur bei der Dauer der Zahlungsziele zeigen sich Unterschiede zwischen den verschiedenen Rechtsformen. Die Analyse zeigt, dass vor allem die Klassen AG, KG, eG und GmbH & Co. KG sehr viele Geschäftsbeziehungen eingehen und bis zu 88 Rechnungen bezahlt haben. Im Durchschnitt hatte ein Unternehmen in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 dagegen zehn Rechnungen beglichen. Eine UG hatte in diesem Zeitraum vier Käufe auf Rechnung getätigt und Betriebe aus den Bereich „Freie Berufe“ sogar nur zwei.

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
11.07.2017
Autor/in 
Redaktion die bank
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