Warburg: Positive Resonanz auf Verschmelzung
Traditionelles Bankgeschäft in Mittelpunkt rücken

Die Warburg Gruppe hat im Oktober 2016 ihre Tochtergesellschaften Bankhaus Hallbaum, Bankhaus Löbbecke, Bankhaus Plump und Schwäbische Bank mit der Warburg Bank (M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA) vereint. Die teilweise seit Jahrhunderten bestehenden Häuser behalten ihre Namen und bewahren als Zweigniederlassungen der M.M.Warburg & CO ihre Identität als unabhängige Privatbank vor Ort. Die Resonanz von Kunden und Mitarbeitern auf die Verschmelzung sei positiv ausgefallen, heißt es in einer Pressemitteilung zum Jahresergebnis. Das verwaltete Vermögen stieg um 3 Mrd. € auf nun 54,1 Mrd. € an, das Ergebnis vor Steuern betrug 29,7 Mio. €. 2017 will die Gruppe nun erstmals von den Effekten der Verschmelzung profitieren. Im Jahresverlauf werden weitere Einsparungen in den Marktfolgebereichen der ehemaligen Tochterbanken umgesetzt. Die damit verbundenen Personalmaßnahmen seien überschaubar und würden bis zum nächsten Jahr umgesetzt.
Eine zweite wesentliche Maßnahme des Geschäftsjahrs 2016 war der Beschluss des unabhängigen Gesellschafterkreises, eine Kapitalerhöhung in Höhe von 53,0 Mio. € als Bareinlage zu leisten. Dies unterstreiche den Willen der Gruppe, das traditionelle Bankgeschäft wieder mehr in den Mittelpunkt der unternehmerischen Aktivitäten zu stellen, betonte Joachim Olearius, Sprecher der Partner. Das harte Kernkapital der Gruppe stieg somit auf 325,5 Mio. € an; mit einer harten Kernkapitalquote von 9,7 % und einer Eigenmittelquote von 12,5 % erfüllt die Warburg Gruppe alle aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen. Die Bilanzsumme der Warburg Gruppe erhöhte sich um 893 Mio. auf 8,4 Mrd. €.
Der Provisionsüberschuss lag mit 161,0 Mio. € etwas unter dem Vorjahresniveau. Während die Bank früher noch mehr als die Hälfte ihrer Erträge aus dem Zinsgeschäft holen konnte, liegt das Verhältnis von Provisions- zu Zinserträgen mittlerweile bei fast zwei Drittel zu einem Drittel. Auch Warburg leidet unter hohem Margendruck durch Wettbewerber und dem Null- bis Negativzinsumfeld, sodass sich der Zinsüberschuss unbefriedigend darstellt. Sorgen machen auch die Kosten. Hier sind nicht nur Einmaleffekte eingepreist, sondern vor allem hohe Aufwendungen für die bankinterne IT, die auf immer neue Regulierungsvorschriften reagieren muss. Auch für die Kunden soll der Einsatz neuer Technologien das Angebot der Dienstleistungen vergrößern.
Vorwürfe aus dem Jahr 2016, an Cum-Ex-Geschäften beteiligt gewesen zu sein, hatte die Gruppe schon damals zurückgewiesen. Nach intensiven – auch externen – Aufklärungsarbeiten habe sich dies bestätigt: „Die Warburg Bank und ihre Tochterinstitute waren nicht an Transaktionen beteiligt, die eine mehrfache oder unrechtmäßige Anrechnung oder Erstattung von Kapitalertragssteuern beinhalteten. Die Vorwürfe sind daher unberechtigt“, teilte die Bank mit.

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Artikel veröffentlicht am:
16.05.2017
Autor/in 
Redaktion die bank
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