Bank, FinTech und Mobility-Plattform ziehen an einem Strang
Strom tanken und via Blockchain zahlen

Was kommt dabei heraus, wenn sich eine Bank, der Spross eines Energieunternehmens und ein FinTech zusammentun? Antwort: Ein neues Zahlungssystem auf Blockchain-Basis. Nach Angaben der Betreiber handelt es sich hierbei sogar um den europaweit ersten Einsatz der Blockchain-Technologie. Die innovative Kombination vereint Motionwerk, ein Start-up aus dem innogy Innovation-Hub, mit dem FinTech Xtech und der Sutor Bank. Zum Einsatz kommt das neue Zahlungssystem auf der E-Mobility-Plattform „Share & Charge“, die von Motionwerk betrieben wird.
Die Plattform betreibt dazu eine App, mit deren Hilfe die Fahrer von Elektroautos den Strom an der Ladestation direkt zahlen können. Sie schließen mit dem Betreiber der Ladestation einen sog. Smart Contract, also einen digitalen Vertrag, der auf der Blockchain-Technologie Etherum basiert. Sobald beim Laden der Strom fließt, wird automatisch ein Zahlungsvorgang angestoßen. Hierfür wird ein Token übertragen. Der Nutzer zahlt mit seiner virtuellen Brieftasche, die durch eine Geldüberweisung auf ein Treuhandkonto bei der Sutor Bank gespeist wird. Das Treuhandkonto und die virtuelle Geldbörse sind über eine Schnittstelle (API) miteinander verbunden; dahinter steckt die Technologie von Xtech, die eingehende Geldbeträge auf dem Treuhandkonto in Token umwandelt. Das API-Konto der Sutor Bank war dabei der Baustein, der Xtech bislang fehlte, um ein komplettes Zahlungssystem anzubieten.
Die Sutor Bank bietet FinTech-Start-ups und anderen digitalen Unternehmen die Produkte, Prozesse und Systeme, die sie von einer lizenzierten Bank für die Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle benötigen. Die Partner erhalten dabei über APIs Zugang und müssen in der Regel keine Vorab-Zahlungen für die Integration in die Banking-Plattform zahlen. Sutor-Geschäftsführer Robert Freitag freute sich, mit der neuen Kooperation eine „wegweisende Blockchain-Anwendung“ zu unterstützen. Die App kann ab sofort inklusive ihrer Zahlungsfunktion genutzt werden. Dadurch, dass bereits 1.000 Ladestationen des ersten Partners innogy verfügbar sind, könnten der Nutzwert und die Akzeptanz von Elektroautos erhöht werden.

 

 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
19.05.2017
Quelle(n):
Bildquelle: iStock 
Autor/in 
Anja U. Kraus
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