Blick in den Norden
Schwedische Banken arbeiten hochprofitabel
 

Schwedische Banken zählen aufgrund der guten Kapitalausstattung, hohen Kosteneffizienz und niedrigen Risikokosten zu den profitabelsten Instituten in Europa. Angesichts des guten konjunkturellen Umfelds und der vorteilhaften Marktposition dürfte sich die ausgezeichnete operative Performance der Geldhäuser im Norden auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Rund zehn Jahre nach dem Crash von Lehman Brothers stellt sich die Frage, warum viele europäische Banken den Schock weniger gut verdaut haben und noch immer nicht ihre Kapitalkosten verdienen, während andere Institute die Krise relativ schnell hinter sich gelassen haben. Zu den letztgenannten zählen insbesonders die schwedischen Institute, die ihre Geschäftsmodelle an die veränderten Bedingungen sehr viel schneller angepasst haben und heute weitaus besser dastehen, als viele ihrer westeuropäischen Wettbewerber. 

Ihre starke Wettbewerbsposition in den nordischen Märkten führt zum Beispiel die SEB AB auf den breit diversifizierten Geschäftsmix der Bank zurück. In Schweden und im Baltikum bietet die SEB ein breites Spektrum von Beratungsdienstleistungen und Finanzlösungen an, in den Märkten Dänemark, Finnland, Norwegen, Großbritannien und Deutschland liege der Fokus auf dem Geschäft mit Firmen- und institutionellen Kunden sowie dem Asset Management, sagt Johan Andersson, Country Head und CEO SEB der Frankfurt Branch. 

Rückblickend habe die Bank aus den Finanzturbulenzen Anfang der 1990er-Jahre ihre Lektion gelernt. Dass sie ihren Kunden auch in den schwierigen Jahren nach der Finanzkrise zur Seite gestanden habe, führte zu vertrauensvollen Kundenbeziehungen, betont Andersson. 

Neben der SEB gehört auch Svenska Handelsbanken AB (SHB) seit Jahren zu den effizientesten Banken Europas. SHB ist die zweitgrößte Bank Schwedens und eines von vier systemrelevanten Instituten im Land. SHB-Finanzvorstand Rolf Marquardt verweist bei Fragen nach der starken Erfolgsbilanz seines Instituts im europäischen Bankensektor vor allem auf das dezentrale Managementmodell der Bank. Dieses Führungsmodell führe zu einer höheren Qualität, zu mehr Kundenzufriedenheit und Kosteneffizienz und reduziere gleichzeitig das Risiko deutlicher als in Systemen, die weniger flexibel sind. Die SHB profitiere von ihrer breiten geografischen Aufstellung sowie von der hohen Kreditnachfrage in allen Kernmärkten. 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
29.01.2019
Erschienen in Ausgabe:
10/2018
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Quelle(n):
Bildquelle: ©RudyBalasko | istockphoto.com
Autor/in 
Karl-Heinz Goedeckemeyer
ist unabhängiger Finanzanalyst mit langjähriger Erfahrung in den Segmenten Banken/Finanzdienstleistungen und Immobilien. Daneben verfasst er Fachbeiträge in ausgewählten Immobilien und Wirtschaftsmagazinen.
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