Finanzbildung in der Schule
Schulnote mangelhaft

Vor allem bei jungen Menschen offenbaren sich immer wieder erschreckende Wissenslücken in allen finanziellen Belangen. Die Vermittlung von ökonomischer Bildung an Deutschlands Schulen ist ein Thema, das dem Bankenverband deshalb seit Jahren sehr am Herzen liegt, und der Verband versucht mit vielerlei Aktionen gegenzusteuern und Jugendlichen mehr Wissen rund um Geld, Schulden, Altersvorsorge u.v.m. nahezubringen. 

Bestätigt wird dies nun vom Deutschen Institut für Altersvorsorge. Das DIA vergibt nach einer von INSA durchgeführten Online-Umfrage die Schulnote „mangelhaft“ für das Finanzwissen in Deutschland: „Zu wenig, schlechte Qualität, aber andererseits auch zu geringes Interesse auf Seiten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ lautet das Fazit. 

So haben nach eigener Einschätzung nur 13 Prozent eine gute Finanzbildung in der Schule erhalten, rund drei Viertel äußerten sich gegenteilig. Ähnlich negativ fällt das direkte Qualitätsurteil aus. Finanzbildung werde zu wenig und zu schlecht betrieben, meinen zwei Drittel. Auffällig ist auch der Trend, dass Besserverdiener häufiger der Aussage zustimmen, dass die Finanzbildung im Schulunterricht zu wenig oder nur schlecht vermittelt werde. Mit zunehmenden Einkommen stehen vermehrt Finanzentscheidungen an, und dafür fühlt sich offenkundig eine große Gruppe durch die Schule nur unzureichend vorbereitet.

Die Mehrheit der Befragten schiebt die Verantwortung für den ungenügenden Bildungsstand jedoch nicht allein den Schulen zu. Das Problem liege auch darin begründet, dass Jugendliche und junge Erwachsene zu wenig Interesse an Finanzbildung zeigten. Das sehen die jungen Leute selbst jedoch überwiegend anders: Bei den 18- bis 24-Jährigen attestierten nur 45 Prozent ihren Altersgenossen und den noch Jüngeren ein zu geringes Interesse an Finanzbildung. Als geeigneten Ort für die Vermittlung von Finanzbildung nennen die Vertreter der jungen Generation mehrheitlich die Schule. (kra) 

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Artikel veröffentlicht am:
18.04.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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