Bundesregierung
Risiken für die Finanzstabilität in Europa erhöht

Die Finanzstabilitätsrisiken haben sich nach Auffassung der Bundesregierung zuletzt erhöht. Die Regierung begründete ihre Einschätzung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/10969) mit dem derzeitigen makroökonomischen Umfeld niedriger Zinsen, hoher Schuldenstände und geopolitischer Unsicherheiten. Das teilte der Informationsdienst „heute im bundestag“ (hib) am Montag in Berlin mit. Vor diesem Hintergrund spreche sich die Bundesregierung für einen substanziellen Risikoabbau in den europäischen Bankbilanzen aus.

Die Profitabilität deutscher Banken wird von der Regierung den Angaben zufolge im europäischen Vergleich mit einer Eigenkapitalrendite von 1,6 Prozent im vierten Quartal 2018 als vergleichsweise gering bezeichnet. Der EU-Durchschnitt liegt bei 6,5 Prozent. Begründet werde die schwache Profitabilität deutscher Banken unter anderem mit dem intensiven Wettbewerb im deutschen Bankensektor und mit dem historisch niedrigen Zinsniveau. 

Unter Berufung auf Zahlen der Deutschen Bundesbank heißt es in der Antwort laut hib, dass in den letzten zehn Jahren die Zahl der inländischen Filialen deutscher Banken von 39.565 im Jahr 2008 auf 27.1887 im Jahr 2018 gesunken sei, was einem Rückgang um 29,5 Prozent entspreche. Die Zahl der hauptberuflich Beschäftigten im deutschen Kreditgewerbe sei von 674.250 auf 585.892 zurückgegangen. Eine Umfrage von deutscher Bundesbank und BaFin zu den Auswirkungen der Niedrigzinsen habe gezeigt, dass das Niedrigzinsumfeld die Ertragssituation der kleinen und mittelgroßen Kreditinstitute in Deutschland weiterhin stark belaste, gibt die Bundesregierung laut hib in der Antwort an.

Dort heiße es jedoch auch, dass aufgrund der umgesetzten Reformen der europäischen Finanzmarktregulierung die europäischen Banken nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Widerstandsfähigkeit deutlich erhöht hätten. (ud)

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Artikel veröffentlicht am:
12.08.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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