Gesicherte HTTPS-Datenverbindung im Browser
Online Banking ist sicher

Im Rahmen von Berichten über eine Schwachstelle im WPA2-Protokoll, das zur Verschlüsselung von Daten im WLAN genutzt wird, warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): WLAN-Netzwerke sollten bis zur Verfügbarkeit von Sicherheits-Updates nicht mehr für das Online Banking oder Online Shopping genutzt werden. "Nutzen Sie Ihr WLAN-Netzwerk so, als würden Sie sich in ein öffentliches WLAN-Netz einwählen“, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm und riet zum Verzicht auf das Versenden sensibler Daten. 
Was dabei allerdings nicht deutlich wurde: Die genannte Schwachstelle ist nur hypothetischer Natur und reale Angriffe auf dieser Basis sind bislang nicht bekannt. Die Deutsche Kreditwirtschaft weist deshalb darauf hin, dass Online Banking nach wie vor sicher ist – auch in WLANs, die von der oben genannten Lücke betroffen sind. Online Banking wird immer über eine gesicherte HTTPS-Datenverbindung im Browser beziehungsweise der Banking-App abgewickelt. Diese Verschlüsselung findet immer zusätzlich zur vorhandenen Verschlüsselung eines WLAN-Routers statt, informierte die Interessenvertretung der fünf kreditwirtschaftlichen Spitzenverbände in Deutschland. Selbst wenn ein Dritter den Datenverkehr im WLAN mitlesen könnte, würde er nur einen verschlüsselten Datenstrom sehen, heißt es dazu in einer Mitteilung der Kreissparkasse Köln. Das gelte selbst für das reine Surfen auf der Internetseite der Sparkasse, schon diese verschlüssele standardmäßig im Browser den gesamten Datenverkehr mit „https“ basierend auf dem Verschlüsselungsprotokoll TLS. 
WPA2-Schwachstellen können Angreifern das Mitlesen und Manipulieren von Datenpaketen, die über ein WLAN-Netzwerk gesendet oder empfangen werden, ermöglichen. Sie beträfen laut BSI insbesondere Geräte mit Android und Linux-Betriebssystemen. Um einen Angriff über die WPA2-Schwachstellen durchführen zu können, müsse sich der Angreifer zudem im Funkbereich des WLAN-Signals aufhalten.

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Artikel veröffentlicht am:
17.10.2017
Autor/in 
Anja U. Kraus
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