Banken und nachhaltige Kapitalanlagen
Noch viel Verbesserungsbedarf in der Beratung
 

Nachhaltige Kapitalanlagen sind noch immer ein Nischenprodukt. Die Nische wird allerdings breiter und wächst zweistellig, was zeigt, dass der Megatrend Nachhaltigkeit auch in der Finanzwirtschaft ankommt. Um die bestehenden Absatzpotenziale im Privatkundengeschäft nutzen zu können, sind Adjustierungen der Marketing- und Vertriebsaktivitäten von Banken erforderlich. Der Aufwand könnte sich aber lohnen – auch, weil der bestehende politische Druck für weiter steigende Absätze sorgen wird.

Nachhaltigkeit wird zu einem immer stärkeren Thema – für Konsumenten, Arbeitnehmer und Anleger. 70 Prozent der Konsumenten legen beim Produktkauf bereits Wert auf Nachhaltigkeit, und sogar 76 Prozent würden ein Produkt nicht kaufen, wenn sie wüssten, dass der Hersteller Themen unterstützt, die ihren eigenen Überzeugungen widersprechen.

Für Arbeitnehmer rückt schon seit Jahren die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz und dem Arbeitgeber immer mehr in den Fokus. Vor allem die Sinnhaftigkeit der Arbeit hat einen signifikanten Einfluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit. In Einklang hierzu berichten Unternehmen, die Nachhaltigkeit zu einem neuen Schwerpunkt ihrer Geschäftsstrategie machten, regelmäßig von steigender Mitarbeiterzufriedenheit und positiven Effekten bei der Personalgewinnung. 

Und auch unter den Anlegern nimmt der Trend zu Nachhaltigkeit immer mehr Fahrt auf. In Deutschland wächst der Bereich nachhaltiger Kapitalanlagen im Privatkundensegment jährlich um etwa 10 Prozent – bei den institutionellen Anlegern sogar um mehr als 20 Prozent.

Die Kunden realisieren mehr und mehr, was in einer Analyse von über 2.000 Studien bereits 2016 nachgewiesen wurde: Nachhaltige Anlagestrategien haben eine neutrale oder gar positive Wirkung auf die Anlageerträge und ermöglichen Anlegern gleichzeitig eine ihren Interessen entsprechende Allokation des Kapitals.  

Trotz der zunehmenden Sympathie der Anleger entwickelte sich das Angebot im Bereich nachhaltiger Kapitalanlagen in den vergangenen Jahren eher langsam. Eine Ausnahme bildet der Fondsbereich. Hier stehen inzwischen über 400 nachhaltige Anlageoptionen zur Verfügung. Ein Blick auf das Universum nachhaltiger Fonds zeigt: Die Konzepte zur Umsetzung des Themas Nachhaltigkeit variieren stark und reichen von Ausschlusskriterien für einige besonders kritische Branchen über sogenannte Best-in-Class-Ansätze bis hin zum Impact Investing.

Auch wenn die Nachfrage nach nachhaltigen Fonds in den letzten Jahren durchaus stetig zunahm, so zeigt der Blick auf das Wachstum bei institutionellen Anlegern, welch große zusätzliche Wachstumspotenziale auch im Fondsbereich noch gehoben werden können. 

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Artikelinformationen 
Artikel veröffentlicht am:
19.03.2019
Erschienen in Ausgabe:
02/2019
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Quelle(n):

Bildquelle: ©B&M Noskowski | istockphoto.com

Autor/in 
Martin Granzow
Dr. Martin Granzow ist Inhaber der Nextra Consulting (Hamburg). Er berät Finanzinstitute zu Fragestellungen an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit, Marketing und Vertrieb und hat dazu mehrere Bücher veröffentlicht.
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