Kontaktloses Bezahlen
Niederlande führend bei Wearable-Nutzung

Es geht schnell, es ist hygienisch und es macht – zugegeben – auch Spaß: Warum das Portemonnaie aus der Tasche nehmen und einen bereits durch hunderte Hände gewanderten Geldschein herausfischen, wenn man die Cola am Schalter auch einfach durch eine Handbewegung Richtung Lesegerät zahlen kann? Wearables, beispielsweise Smartwatches, Armbänder oder Ringe mit eingebauter Bezahlfunktion via Near Field Communication (NFC), sind auf dem Vormarsch. Die Zahl der mittels eines Wearables getätigten Transaktionen stieg in diesem Jahr um das Achtfache gegenüber 2018 an. 

In Europa sind die Niederländer der neuen Technik gegenüber am fortschrittlichsten eingestellt: In unserem Nachbarland wird bereits ein Drittel aller kontaktlosen Bezahlvorgänge mit Smartwatch und Co. durchgeführt. Mit Abstand folgen Großbritannien (18 Prozent der kontaktlosen Zahlungen), die Schweiz (8 Prozent) und Russland (7 Prozent). Deutschland liegt auf Platz 9 in Europa. Weltweit wurden die meisten Transaktionen mit Wearables in Australien getätigt, gefolgt von den Niederlanden an zweiter Stelle. Die USA nehmen den achten Platz ein. Mittlerweile gibt es mehr als 30 verschiedene Geräte. Für die Statistik wurden sowohl aktive (intelligente) als auch passive Wearables berücksichtigt. Bei einem passiven Wearable, z. B. einem Ring, wird die Transaktion durch die Eingabe des PIN-Codes am Zahlungsterminal genehmigt. Bei aktiven Wearables, wie Smartwatches, kann die PIN auf dem Wearable selbst eingegeben und der Vorgang durch einfaches Antippen abgeschlossen werden.

Wearables lassen sich überall dort einsetzen, wo kontaktlose Zahlungen akzeptiert werden. In Europa laufen nach Angaben von Mastercard mittlerweile 61 Prozent der Transaktionen in den Läden kontaktlos ab, das sei ein Anstieg von 23 Prozent seit Anfang 2018. „Es ist bemerkenswert zu sehen, wie schnell Konsumenten auf neue innovative Zahlungstechnologien umsteigen, die zu ihrem digital vernetzten Lebensstil passen“, sagt Peter Bakenecker, Divisional President bei dem Kartenherausgeber. 

Auf die zunehmende Reife der Technologie setzen nun die großen Modemarken auf, die den Markt für Wearables mit neuen Ideen fluten, die sich als schickes Accessoire nicht nur über die bloße Funktion identifizieren. Jeder fünfte Erwachsene trage bereits eine Smartwatch oder ein Fitnessarmband; bis 2020 schätzt Mastercard den globalen Markt für Wearable-Technologie auf einen Wert von 30 Mrd. Euro. In der letzten Woche hat der Schweizer Uhrenhersteller Swatch seine Bezahl-Uhr in Frankfurt vorgestellt. SwatchPay funktioniert hierzulande aber bislang nur durch eine Verknüpfung mit einer virtuellen Boon-Kreditkarte von Wirecard, während sich die Uhr in der Schweiz bereits mit allerlei Zahlungskarten verknüpfen lässt. (kra) 

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Artikel veröffentlicht am:
02.12.2019
Autor/in 
Redaktion die bank
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