EU-Einlagensicherungssystem
Neuer Anlauf stößt weiterhin auf Unmut

Die EU-Kommission stößt mit ihrem überarbeiteten Vorschlag zur Einführung eines europäischen Einlagensicherungssystems (EDIS) bei der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) weiterhin auf Ablehnung. Er stelle im Vergleich zu den Vorschlägen im November 2015 nur einen marginalen Fortschritt dar. Erhebliche Defizite bleiben unverändert bestehen bzw. ungeklärt. Vor Start der ersten Stufe von EDIS müssten zunächst die Risiken im europäischen Bankensektor minimiert werden, betont die DK. Zudem kritisiert sie, dass es sich bei EDIS um einen Einstieg in ein System der unbegrenzten Haftung unter Banken innerhalb der Länder der Bankenunion handeln würde. Angesichts der noch immer sehr unterschiedlichen Risiken in den einzelnen Bankensystemen würde mit EDIS de facto ein neuer Transfermechanismus zwischen den nationalen Sicherungssystemen der Eurozone geschaffen, bei dem die Haftung jedes Kreditinstituts in der gesamten Eurozone grundsätzlich unbegrenzt wäre, erklärte die DK in ihrer Stellungnahme.

 

 

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Artikel veröffentlicht am:
12.10.2017
Quelle(n):
Textquelle: Bankenverband
Autor/in 
Redaktion die bank
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